Trump erwägt Wiederaufnahme von Militäraktionen gegen den Iran
Stockende Friedensverhandlungen und die gesperrte Straße von Hormus treiben US-Präsident Trump zu einer schärferen Haltung gegenüber Teheran.

US-Präsident Donald Trump zieht die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen gegen den Iran ernsthafter in Erwägung. Das berichtete CNN am Montagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Auslöser ist demnach das zunehmende Stocken der Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran.
Trump verliere zunehmend die Geduld, so CNN. Zwei Faktoren treiben den US-Präsidenten besonders um: die anhaltende Sperrung der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus sowie die aus seiner Sicht zerstrittene iranische Führung, die Fortschritte bei den Atomgesprächen verhindere. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und für den globalen Ölhandel von zentraler Bedeutung.
Trumps Geduld schwindet – Entscheidung noch offen
Trotz der verschärften Rhetorik ist laut CNN eine weitreichende Entscheidung über das weitere militärische Vorgehen kurzfristig unwahrscheinlich. Dem Bericht zufolge werde Trump vor seiner China-Reise in dieser Woche keine solche Entscheidung treffen. Die diplomatische Reise dürfte die unmittelbaren Handlungsmöglichkeiten des Präsidenten vorerst einschränken.
Der CNN-Bericht folgt auf Trumps öffentliche Ablehnung der iranischen Reaktion auf einen 14-Punkte-Friedensvorschlag, der Anfang dieser Woche vorgelegt worden war. Trump warnte dabei, dass ein Waffenstillstand mit Teheran nur noch durch „lebenserhaltende Maßnahmen" aufrechterhalten werde – eine deutliche Verschärfung des Tons gegenüber dem Iran.
Teheran reagierte auf Trumps Ablehnung des Friedensvorschlags weitgehend gelassen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, erklärte, das Land sei „nicht um die Zufriedenheit anderer besorgt". Diese Aussage verdeutlicht die tiefe Kluft zwischen den Verhandlungsparteien.
Straße von Hormus bleibt zentraler Streitpunkt
Die Pattsituation in der Straße von Hormus zeigte in dieser Woche kaum Anzeichen einer Entspannung. Der Iran fordert von Washington die Aufhebung der Seeblockade gegen das Land, bevor Atomgespräche stattfinden können. Washington und Teheran befinden sich damit in einem klassischen Dilemma: Beide Seiten knüpfen Fortschritte an Vorbedingungen, die die jeweils andere Seite ablehnt.
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Zur AktienanalyseTrump hat wiederholt mit weiteren Militäraktionen gegen den Iran gedroht, insbesondere gegen die Energieinfrastruktur des Landes. Bisher hat er seine Drohungen jedoch nicht in die Tat umgesetzt. Am Montag erklärte der US-Präsident, er erwäge die Wiederaufnahme einer Operation zur Wiederherstellung der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus.
Diese Operation trägt den Namen „Project Freedom" und hatte bereits Anfang des Monats zu erneuten militärischen Auseinandersetzungen mit dem Iran geführt. Eine Wiederaufnahme dieser Mission würde die Spannungen in der Region erheblich verschärfen und hätte unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte – ein Szenario, das Anleger und Marktteilnehmer weltweit genau beobachten.


