Trump erwägt Dekret zur Förderung von Psychedelika-Forschung
US-Präsident Donald Trump soll noch diese Woche eine Exekutivverordnung zur Psychedelika-Forschung unterzeichnen wollen.

Präsident Donald Trump erwägt Berichten zufolge den Erlass einer Exekutivverordnung, die noch in dieser Woche unterzeichnet werden könnte. Das Dekret soll darauf abzielen, die Forschung über Psychedelika voranzutreiben. Dies berichtet das auf Cannabis- und Drogenpolitik spezialisierte Nachrichtenportal Marijuana Moment in seiner Ausgabe vom 17. April 2026.
Eine Exekutivverordnung – im amerikanischen Rechtssystem als „Executive Order" bekannt – ist ein direktes Anordnungsinstrument des US-Präsidenten, das ohne Zustimmung des Kongresses in Kraft treten kann. Damit könnte Trump rasch regulatorische Weichen stellen, ohne den oft langwierigen Gesetzgebungsprozess durchlaufen zu müssen.
Breite Agenda rund um Cannabis und Psychedelika
Neben den Berichten über das geplante Psychedelika-Dekret stehen in den USA weitere drogenpolitische Entwicklungen auf der Tagesordnung. So soll in Kürze ein neuer parteiübergreifender Bundesgesetzentwurf zu Hanf vorgestellt werden. Parteiübergreifende Initiativen – also solche, die von Republikanern und Demokraten gemeinsam getragen werden – gelten im polarisierten US-Kongress als besonders bedeutsam, da sie höhere Chancen auf eine Verabschiedung haben.
Ebenfalls im Fokus steht Virginia: Die Gouverneurin des Bundesstaates äußerte sich zu geplanten Änderungsanträgen im Bereich Marihuana. Zudem wurden Berichte über Cannabis-Verhaftungen angefordert, was auf eine verstärkte politische Auseinandersetzung mit der Strafverfolgungspraxis hindeutet.
Ein Gastbeitrag beschäftigt sich darüber hinaus mit der sogenannten „One Plant"-Cannabisstrategie – einem Konzept, das in der US-amerikanischen Cannabisdebatte zunehmend Aufmerksamkeit erhält.
Hintergrund: Psychedelika auf dem Vormarsch in der US-Politik
Die mögliche Exekutivverordnung Trumps fügt sich in einen breiteren gesellschaftlichen und politischen Trend ein. In den vergangenen Jahren haben Psychedelika wie Psilocybin oder MDMA in den USA zunehmend wissenschaftliche und politische Aufmerksamkeit erhalten – vor allem im Zusammenhang mit der Behandlung psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger und Beobachter ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Unternehmen, die im Bereich Psychedelika-Forschung und -Therapie tätig sind, könnten von einem regulatorischen Rückenwind aus den USA profitieren. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, welchen konkreten Inhalt ein solches Dekret haben würde und welche Auswirkungen es auf die Zulassungspraxis der US-Arzneimittelbehörde FDA hätte.
Die Nachrichtenlage rund um Cannabis und Psychedelika in den USA bleibt damit dynamisch. Anleger, die in diesem Sektor engagiert sind oder ein Engagement erwägen, sollten die weiteren Entwicklungen rund um das mögliche Trump-Dekret sowie die geplanten Bundesgesetzentwürfe zu Hanf aufmerksam verfolgen.


