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Trump-Effekt auf Kryptomärkte sorgt für Turbulenzen

Anleger hatten auf schnelle Maßnahmen gehofft – nun herrscht Unsicherheit

Trump-Effekt auf Kryptomärkte sorgt für Turbulenzen

Die großen Kryptowährungen verzeichnen am Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident Verluste. Der Bitcoin, als weltweit wertvollste Kryptowährung, fiel am Dienstagmorgen im 24-Stunden-Vergleich um mehr als fünf Prozent. Auch Ethereum und Ripple gaben zwischenzeitlich nach. Die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes sank dabei auf 3,5 Billionen US-Dollar, wie aus Daten von Coinmarketcap hervorgeht.

Viele Marktteilnehmer hatten erwartet, dass Trump zu Beginn seiner Amtszeit eine Verordnung zur Regulierung oder Förderung der Kryptobranche erlässt. Stattdessen konzentrierte er sich in seinen ersten Dekreten auf Themen wie Einwanderung und Energiepolitik. Dies führte zu Unsicherheit an den Kryptomärkten. Richard Galvin, Mitbegründer des auf Kryptowährungen spezialisierten Hedgefonds DACM, betont jedoch, dass voreilige Rückschlüsse vermieden werden sollten. Die Trump-Regierung verfolge eine Vielzahl von Prioritäten, und die Märkte hätten sich bisher widerstandsfähig gezeigt. Dies deute darauf hin, dass Anleger eine langfristige Perspektive einnehmen.

Noch vor der Amtseinführung hatten Kryptowährungen deutliche Kursgewinne verzeichnet. Der Bitcoin erreichte am Montag ein neues Allzeithoch von 109.115 US-Dollar. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war die Einführung des Meme-Coins „$Trump“ am vorherigen Freitag. Auch Trumps Ehefrau Melania erhielt mit „$Melania“ eine eigene Kryptowährung. Anleger interpretierten diese Entwicklungen als Zeichen für eine mögliche kryptofreundliche Politik Trumps. Zudem kauften Anhänger des Präsidenten den „$Trump“-Coin in großen Mengen, was dessen Marktwert auf bis zu 15 Milliarden US-Dollar steigen ließ.

Während des Wahlkampfes hatte Trump sich mehrfach als Befürworter von Kryptowährungen präsentiert. Er äußerte das Ziel, die USA zur „Krypto-Hauptstadt“ der Welt zu machen, und sprach sich für eine nationale Bitcoin-Reserve aus. Diese Aussagen sorgten für positive Erwartungen in der Branche.

Nach der Amtseinführung folgte jedoch Ernüchterung. Der „$Trump“-Coin verzeichnete einen Kursrückgang von über 40 Prozent, während „$Melania“ um rund 66 Prozent fiel. Experten verweisen darauf, dass Meme-Coins generell durch hohe Volatilität gekennzeichnet sind. Gleichzeitig äußerten führende Vertreter der Kryptobranche Kritik an den beiden Coins. Sie befürchten, dass deren Existenz das gesamte Kryptowährungs-Ökosystem in ein unseriöses Licht rücken könnte. Zudem stellen sich ethische und regulatorische Fragen hinsichtlich der Einführung eigener Kryptowährungen durch das Präsidentenehepaar.

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