Trump-Drohungen lösen Ausverkauf an den Märkten aus
Die Finanzmärkte reagieren nervös auf neue Handelskriegsdrohungen von Donald Trump. Aktien, US-Staatsanleihen und der Dollar gerieten unter Druck, während die Volatilität deutlich anzog.

Die globalen Finanzmärkte erlebten am Dienstag einen turbulenten Handelstag, nachdem der designierte US-Präsident Donald Trump mit einem neuen Handelskrieg gegen Europa gedroht hatte. Auslöser war die angekündigte Absicht der USA, Grönland zu übernehmen. Die Volatilität stieg über alle Anlageklassen hinweg an, während Aktien, langlaufende US-Staatsanleihen und der US-Dollar deutlich nachgaben.
Investoren nehmen Drohungen ernst
Die Drohungen haben die Diskussion über den sogenannten "Sell America"-Handel wiederbelebt, bei dem sich internationale Investoren von US-Anlagen abwenden. "Globale Investoren nehmen diese Drohungen ernst", erklärte Jack Ablin, Gründungspartner und Chief Investment Strategist bei Cresset Capital. Anders als bei früheren Gelegenheiten versuchten Anleger dieses Mal nicht, die Kursschwäche zum Einstieg zu nutzen.
Erinnerungen an 2025 werden wach
Peter Tuz, Präsident von Chase Investment Counsel, sieht Parallelen zum vergangenen Jahr. "Der Markt erreichte Ende Januar, Anfang Februar seinen Höhepunkt. Als dann die Zollnachrichten in die Schlagzeilen gerieten, erlebte der Markt eine ziemlich deutliche Korrektur", so Tuz. Er hofft, dass die aktuelle Situation nicht so dramatisch verlaufen wird.
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Zur AktienanalyseGrönland-Krise könnte länger andauern
Obwohl Trump in der Vergangenheit bei Zollthemen Flexibilität gezeigt hat, wenn die Märkte unter Druck gerieten, befürchten Investoren diesmal eine längere Phase erhöhter Volatilität. Die Grönland-Frage könnte sich als komplexer erweisen und die westliche Sicherheitsallianz belasten. Besonders beunruhigend für Anleger: Der Ausverkauf erstreckte sich über mehrere Anlageklassen gleichzeitig, was auf eine fundamentale Verunsicherung hindeutet.


