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Trump droht Iran mit Vernichtung – USA verhängen neue Sanktionen

Inmitten fragiler Friedensgespräche eskaliert die Rhetorik: Trump droht dem Iran mit totaler Zerstörung bei Attentatsversuchen.

Trump droht Iran mit Vernichtung – USA verhängen neue Sanktionen

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit drastischen Konsequenzen gedroht, sollte Teheran Pläne für ein Attentat auf ihn in die Tat umsetzen. Trump erklärte, er werde den Iran „dezimieren und vernichten", falls entsprechende Drohungen wahr gemacht würden. Gleichzeitig verhängte das US-Finanzministerium neue Sanktionen gegen einen mutmaßlichen iranischen Finanzier – ein Schritt, den Teheran als Vertragsbruch wertet.

Das Wall Street Journal und weitere US-Medien hatten zu Beginn der Woche berichtet, dass Israel Geheimdienstinformationen über ein mutmaßliches iranisches Komplott zur Ermordung Trumps geteilt habe. Bei der Beisetzung des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei trugen laut Reuters einige Trauernde Banner mit der Aufschrift „Wir werden Trump töten". Khamenei war zu Beginn des Krieges bei einem US-Luftschlag getötet worden.

Mojtaba Khamenei, Sohn und Nachfolger des verstorbenen Führers als oberster Führer des Iran, kündigte in einem Beitrag auf X an, den Tod der bei US-Angriffen Getöteten zu rächen. Die Lage zwischen Washington und Teheran bleibt damit hochexplosiv – trotz laufender Vermittlungsbemühungen.

Oman als Vermittler – Gespräche über Straße von Hormus

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi traf laut der halboffiziellen Nachrichtenagentur Tasnim am frühen Samstag zu Gesprächen im Oman ein. Der Golfstaat gilt als wichtiger Vermittler bei den Bemühungen zur Beendigung des Konflikts. Ein hochrangiger Diplomat aus dem Nahen Osten mit direkter Kenntnis der Gespräche teilte mit, dass Frankreich und Großbritannien Vorschläge des Oman prüfen.

Diese Vorschläge könnten die Erhebung von Navigationsgebühren in der Straße von Hormus ermöglichen – allerdings nur unter der Bedingung, dass diese nicht obligatorisch sind und die Unterstützung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation der Vereinten Nationen erhalten. Der Schiffsverkehr durch die strategisch bedeutende Meerenge, über die ein erheblicher Teil der globalen Energieversorgung läuft, war nach Kriegsbeginn praktisch zum Erliegen gekommen. Iranische Streitkräfte hatten lebenswichtige Energielieferungen blockiert, was die Ölpreise massiv in die Höhe trieb.

Im Rahmen eines vorläufigen Abkommens mit den USA hatte der Iran Handelsschiffen die sichere Durchfahrt durch Hormus zugesichert und zugestimmt, für 60 Tage keine Gebühren zu erheben. Im Gegenzug hoben die USA ihre Seeblockade gegen den Iran auf und setzten Sanktionen gegen dessen Ölverkäufe vorübergehend aus. Teheran bestand jedoch in den drei Wochen seit dem Abkommen darauf, dass Schiffe nur dann Anspruch auf sichere Durchfahrt haben, wenn sie eine nördliche Route durch iranische Hoheitsgewässer nutzen.

Waffenstillstand hinfällig – Gespräche gehen dennoch weiter

Trump erklärte am frühen Freitag auf Truth Social, dass die USA und der Iran vereinbart hätten, die Friedensgespräche fortzusetzen – obwohl der durch das vorläufige Abkommen etablierte Waffenstillstand inzwischen hinfällig ist. Trump behauptete, die Islamische Republik habe „uns gebeten, die ‚Gespräche' fortzusetzen", und „wir haben dem zugestimmt". Die staatlichen Medienkanäle des Iran bestätigten oder dementierten zunächst nicht, dass das Land um eine Fortsetzung der Verhandlungen gebeten habe.

Das US-Militär führte erneut Offensivschläge gegen den Iran durch – als Vergeltung für Angriffe auf drei Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passierten. Das US-Finanzministerium zog daraufhin eine Ausnahmeregelung zurück, die dem Iran den Verkauf seines Öls erlaubt hatte, und verschärfte den Druck durch Sanktionen gegen einen mutmaßlichen Finanzier. Diesem wird vorgeworfen, dem neuen obersten Führer Mojtaba Khamenei geholfen zu haben.

Der iranische Außenminister Araghchi bezeichnete diesen Sanktionsschritt als Verletzung der im Juni zwischen den USA und dem Iran geschlossenen Absichtserklärung. Trotz der erneuten Eskalation führen die Kriegsparteien laut einem US-Beamten weiterhin „technische Gespräche" und sind bestrebt, Lösungen zu finden. Die Situation bleibt für internationale Märkte und die globale Energieversorgung von zentraler Bedeutung.

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