Trump droht EU mit Zöllen wegen Big-Tech-Strafen – weitere Abgaben geplant
Die Handelskonflikte der Trump-Administration eskalieren weiter: Neue Importzölle treffen 60 Volkswirtschaften, weitere Maßnahmen sind angekündigt.

Die Handelspolitik der Trump-Administration sorgt weiter für Unruhe an den globalen Märkten. Trotz des weitreichenden Schritts vom Donnerstagabend, erhöhte Zölle für 60 Volkswirtschaften aufrechtzuerhalten, sind die Handelskonflikte noch lange nicht beigelegt. Weitere Importabgaben wurden bereits angekündigt.
Im Fokus steht dabei die Europäische Union, die Trump wegen ihrer Strafen gegen amerikanische Technologiekonzerne – die sogenannten Big-Tech-Unternehmen – ins Visier nimmt. Die neuen Zölle werden als direkte Reaktion auf diese Maßnahmen der EU positioniert, was den transatlantischen Handelsstreit auf eine neue Eskalationsstufe hebt.
Neue Zölle auf Basis von Section 301
Bei der Einführung der neuen Importzölle stützte sich das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) auf eine Untersuchung zu Zwangsarbeit. Diese Untersuchung wurde im vergangenen Monat abgeschlossen und auf Grundlage von Section 301 des Trade Act von 1974 durchgeführt. Section 301 ist ein mächtiges handelspolitisches Instrument, das es den USA erlaubt, einseitig Zölle gegen Länder zu verhängen, die als unfair handelnd eingestuft werden.
Die neu eingeführten Importzölle bewegen sich in einer Spanne von 10 % bis 12,5 %. Sie wurden am Donnerstag offiziell in Kraft gesetzt und betreffen eine Vielzahl von Handelspartnern der Vereinigten Staaten. Für deutsche und europäische Exporteure bedeutet dies eine erhebliche Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen auf dem US-Markt.
Nächste Runde: Überkapazitäten im Fokus
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Zur AktienanalyseLaut Berichten dürften die nächsten angekündigten Importzölle an das Thema Überkapazitäten geknüpft werden. Damit rückt ein weiteres handelspolitisches Streitthema in den Vordergrund, das insbesondere Branchen wie Stahl, Aluminium und andere Industriegüter betreffen könnte. Für die exportstarke deutsche Wirtschaft wäre eine solche Ausweitung der Zollmaßnahmen eine ernste Herausforderung.
Die Entwicklungen zeigen, dass die Trump-Administration ihre aggressive Handelspolitik konsequent fortsetzt. Für Anleger und Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA bleibt die Lage damit weiterhin angespannt und schwer kalkulierbar. Beobachter rechnen mit weiteren Eskalationsschritten, sollten die betroffenen Handelspartner mit Gegenzöllen reagieren.


