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Trump droht China mit 50% Zöllen wegen Iran-Waffenlieferungen

US-Präsident Trump reagiert auf Berichte über geplante chinesische Waffenlieferungen an den Iran mit massiven Zolldrohungen.

Trump droht China mit 50% Zöllen wegen Iran-Waffenlieferungen

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag mit der Einführung eines Zolls von 50 Prozent auf chinesische Waren gedroht. Auslöser waren Berichte, wonach Peking die Lieferung neuer Luftabwehrsysteme an den Iran vorbereite. Trump äußerte sich in einem im Fernsehen übertragenen Telefonat mit Fox News.

Zeitgleich berichtete CNN unter Berufung auf Insider, dass US-Geheimdienstbewertungen auf eine bevorstehende chinesische Lieferung von tragbaren Luftabwehrsystemen (MANPADS) – schultergestützte Boden-Luft-Raketensysteme – an den Iran hindeuten. Trump selbst zweifelte jedoch an der Glaubwürdigkeit dieser Berichte. Er erklärte, solche Meldungen bedeuteten ihm „nicht viel, weil sie immer noch gefälscht sind".

Chinas Rolle im Iran-Konflikt unter der Lupe

Die Spekulationen über Chinas Rolle bei den Kriegsanstrengungen des Irans haben in den vergangenen Wochen zugenommen. Die New York Times berichtete kurz nach dem vorübergehenden Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, dass China den Iran zu einem Waffenstillstandsabkommen „gedrängt" habe – gestützt auf drei iranische Insider. Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, bestätigte am 8. April, dass China „aktive Bemühungen zur Förderung von Friedensgesprächen und zur Beendigung der Feindseligkeiten unternommen" habe, lehnte jedoch eine offizielle Vermittlerrolle ab.

Dylan Loh, außerordentlicher Professor für öffentliche Ordnung und globale Angelegenheiten an der Nanyang Technological University in Singapur, beschreibt Chinas bisherige Haltung als „eher zurückhaltend". Seit Beginn der Feindseligkeiten am 28. Februar gibt es demnach keine offiziellen Berichte über eine militärische oder finanzielle Unterstützung Pekings für Teheran. Sollte sich eine Waffenlieferung bestätigen, wäre dies laut Loh eine „Abkehr" in Pekings Reaktion auf die Lage im Nahen Osten – mit „größerer Unsicherheit" für die Gesamtsituation.

Wirtschaftliche Interessen treiben Pekings Iran-Politik

Analysten sehen Chinas Unterstützung für den Iran weniger als außenpolitischen Kurswechsel, sondern vielmehr als Ausdruck eigener wirtschaftlicher Interessen. Zongyuan Zoe Liu, Senior Fellow für China-Studien beim Council on Foreign Relations, erklärte gegenüber CNBC, dass Pekings Wirtschaft grundlegend von Exporten auf dem Seeweg abhängig sei. Eine längere Schließung der Straße von Hormus würde China daher wirtschaftlich erheblich schaden.

Die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und dem Iran sind dabei bemerkenswert: Im Jahr 2025 kaufte Peking Berichten zufolge mehr als 80 Prozent der stark sanktionierten iranischen Ölexporte – das entspricht laut Schätzungen des maritimen Informationsdienstes Kpler mehr als 10 Prozent des gesamten chinesischen Ölbedarfs. Unter chinesischer Flagge fahrende Öltanker gehörten im Persischen Golf zu den wenigen Schiffen, denen seit Beginn der Feindseligkeiten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet wurde.

Dennoch sind auch chinesische Verbraucher von den Folgen des Konflikts nicht verschont geblieben. Seit der Schließung der Straße von Hormus durch Teheran stiegen die Benzinpreise in China laut Zahlen der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission um rund 11 Prozent. Die chinesischen Behörden reagierten mit einer Deckelung weiterer Kraftstoffpreiserhöhungen, um die Verbraucher vor weiteren Auswirkungen des Krieges zu schützen.

Trumps Drohungen: Zwischen Eskalation und Diplomatie

Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran schwankt Trump zwischen scharfen Drohungen und diplomatischen Angeboten. In einem Post auf seinem Truth-Social-Konto am Ostersonntag drohte er mit der Bombardierung kritischer iranischer Infrastruktur, darunter Brücken und Kraftwerke, falls Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffne. In einem weiteren Post erklärte Trump, dass „heute Abend eine ganze Zivilisation sterben wird", falls die Straße nicht bis zum 8. April geöffnet werde – eine Drohung, die folgenlos blieb.

Am Sonntag kündigte Trump eine vollständige Blockade für Schiffe an, die die Straße von Hormus verlassen, nachdem Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA gescheitert waren. Iranische Staatsmedien zitierten „unangemessene Forderungen" der US-Delegation unter Leitung von Vizepräsident JD Vance als Grund für das Scheitern der Gespräche.

Ungeachtet der Spannungen ist ein Gipfeltreffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping für den 14. und 15. Mai in Peking geplant. Ob die aktuellen Zolldrohungen und die ungeklärten Waffenlieferungsberichte dieses Treffen belasten werden, bleibt abzuwarten. Die chinesische Botschaft in Singapur hat bisher nicht auf Anfragen von CNBC um Stellungnahme reagiert.

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