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Trump beschuldigt China der größten Wahlmanipulation der Geschichte

US-Präsident Trump wirft China vor, Daten von 220 Millionen Wählern kompromittiert und die Präsidentschaftswahl 2020 beeinflusst zu haben.

Trump beschuldigt China der größten Wahlmanipulation der Geschichte

US-Präsident Donald Trump hat China in einer nationalen Ansprache am Donnerstagabend beschuldigt, eine massive Kompromittierung von Wahldaten durchgeführt zu haben. Laut Trump soll China Wählerverzeichnisse von 220 Millionen US-Wählern erlangt haben – ein Vorgang, den er als „größte Kompromittierung von Wahldaten in der Geschichte" bezeichnete. Der Datenverlust sei ein „beispielloser Albtraum für die Wahlsicherheit".

Trump erklärte, freigegebene Berichte zu den Wahldaten seien auf der Website des Weißen Hauses veröffentlicht worden. Investing.com konnte die entsprechenden Dokumente zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht unmittelbar verifizieren. Die Vorwürfe beziehen sich auf Ereignisse, die bis zu den Präsidentschaftswahlen 2020 zurückreichen sollen.

Untersuchung angeordnet – Deep State beschuldigt

In seiner Ansprache gab Trump bekannt, er habe den Direktor der nationalen Nachrichtendienste sowie das Federal Bureau of Investigation (FBI) angewiesen, China in dieser Angelegenheit zu untersuchen. Gleichzeitig beschuldigte er Elemente des sogenannten „Deep State", das Ausmaß der chinesischen Einmischung bewusst herunterzuspielen. Trump betonte zudem, dass der US-Wahlprozess extrem anfällig für ausländische Einflussnahme sei – insbesondere durch China und Russland.

Im Zuge seiner Rede forderte Trump den US-Kongress auf, den sogenannten SAVE America Act zu verabschieden. Dieses Gesetz würde von Wählern einen dokumentarischen Nachweis der US-Staatsbürgerschaft verlangen, um sich für Wahlen registrieren zu können. Das Repräsentantenhaus hatte den Gesetzesentwurf bereits im Februar verabschiedet, doch im Senat ist er seither ins Stocken geraten. Dort wird debattiert, ob das Gesetz zusätzliche Hürden für die Wählerregistrierung schaffen würde.

Angriffe auf Medien und politische Gegner

Trump nutzte die Ansprache auch, um seine politischen Gegner wiederholt anzugreifen. Darüber hinaus forderte er, Nachrichtensendern die Fernsehlizenzen zu entziehen, die seine Rede nicht übertragen hätten. ABC, NBC und CNN hatten zuvor angekündigt, Trumps Ansprache nicht auszustrahlen.

Die Rede findet in einem politisch angespannten Umfeld statt. Trump kämpft mit einem stetigen Rückgang seiner Popularität, der auf wachsende Kritik an seinem Krieg mit dem Iran sowie auf zunehmende Unzufriedenheit der Bevölkerung über die hohe Inflation zurückzuführen ist. Die Ansprache erfolgt zudem im Vorfeld der in den kommenden Monaten anstehenden Zwischenwahlen, die für seine Regierung eine erhebliche Herausforderung darstellen dürften.

Für deutsche Anleger und Beobachter sind die Entwicklungen in Washington von Bedeutung, da geopolitische Spannungen zwischen den USA und China regelmäßig Auswirkungen auf die internationalen Finanzmärkte haben. Eskalationen im Verhältnis der beiden größten Volkswirtschaften der Welt können Handelsströme, Lieferketten und das globale Investitionsklima beeinflussen.

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