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Trump attackiert Kaliforniens Klimapakt mit UK – Emissionen auf Rekordhoch

Politischer Streit um Energiepolitik verschärft sich, während neue Daten beschleunigte Erderwärmung zeigen

Trump attackiert Kaliforniens Klimapakt mit UK – Emissionen auf Rekordhoch

Die globale Klimadebatte erreicht einen neuen Höhepunkt: Während wissenschaftliche Daten eine beschleunigte Erderwärmung belegen, eskaliert der politische Konflikt um die Energiepolitik. Im Zentrum steht ein Streit zwischen Ex-Präsident Donald Trump und Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom.

Am 16. Februar verurteilte Trump öffentlich ein Abkommen über saubere Energie, das Kalifornien und Großbritannien zuvor unterzeichnet hatten. Laut Politico bezeichnete Trump die Vereinbarung als "unangemessen" und nannte Newsom einen "Verlierer", dessen Staat "zur Hölle gegangen" sei. Die Umweltarbeit des Gouverneurs sei "eine Katastrophe", so Trump.

Newsom, der als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat für 2028 gilt, konterte scharf. Ein Sprecher erklärte, Trump knie vor Kohle und Big Oil nieder und verkaufe Amerikas Zukunft an China. Newsom werde in Trumps Abwesenheit weiter führen. Ausländische Regierungen würden Trump ablehnen und sich für Kaliforniens Zukunftsvision entscheiden.

Offshore-Bohrungen und politische Blockaden

Der Konflikt verschärfte sich, nachdem Trump die Öl- und Gasindustrie aufgefordert hatte, Gebiete vor Süd- und Mittelkalifornien für potenzielle Offshore-Bohrungen zu nominieren. Newsom und Umweltgruppen verurteilten dies als Bedrohung für die Ökosysteme des Bundesstaates. Zudem wurde Newsom im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Rede im offiziellen US-Pavillon verwehrt – eine Entscheidung, die er dem Weißen Haus zuschrieb.

Das Energieabkommen zwischen Kalifornien und Großbritannien, unterzeichnet von Newsom und dem britischen Energieminister Ed Miliband, sieht eine Zusammenarbeit bei sauberen Energietechnologien vor. Besonders Offshore-Windkraft steht im Fokus. Britische Unternehmen sollen leichteren Zugang zum kalifornischen Markt erhalten.

Fossile Brennstoffe auf Rekordniveau

Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen zeigen neue Daten eine ernüchternde Realität. Der Global Carbon Budget Report prognostiziert für 2025 einen Rekordwert von 38,1 Milliarden Tonnen CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen. Das entspricht einem Anstieg von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich sind gestiegener Verbrauch von Kohle, Öl und Gas – trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien.

Über 130 internationale Wissenschaftler arbeiteten an dem Bericht. Ihre Ergebnisse zeigen: Die atmosphärische CO₂-Konzentration liegt mittlerweile 52 Prozent über dem vorindustriellen Niveau. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, bleiben nur noch etwa 170 Milliarden Tonnen CO₂-Budget – bei aktuellen Raten entspricht das vier Jahren.

Die Emissionen steigen in den Hauptwirtschaften China, Indien, USA und der Europäischen Union. Lediglich Japan verzeichnet voraussichtlich einen Rückgang. China investiert zwar massiv in erneuerbare Energien, erhöht aber gleichzeitig seinen Gesamtverbrauch fossiler Brennstoffe.

Temperaturrekorde und Ozeanerwärmung

Die NASA-Forschungseinrichtung GISS meldete für 2025 eine Oberflächentemperatur von 1,19 Grad Celsius über dem Durchschnitt von 1951-1980. Damit liegt das Jahr gleichauf mit 2023 als eines der wärmsten je gemessenen Jahre. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) stuft 2025 unter die drei wärmsten Jahre in 176 Jahren Aufzeichnungsgeschichte ein – 1,44 Grad über vorindustriellem Niveau.

Besonders dramatisch entwickelt sich die Arktis: Sie erwärmt sich mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Die US-Behörde NOAA bestätigte, dass Oktober 2024 bis September 2025 die wärmste Periode seit 1900 war. Im März 2025 erreichte die Meereisausdehnung mit 14,47 Millionen Quadratkilometern ihr niedrigstes Winter-Maximum seit Messbeginn.

Die Ozeane absorbierten 2025 Rekordwärmemengen. Der Wärmegehalt der oberen Ozeanschichten erreichte laut NOAA und Berkeley Earth einen neuen globalen Höchstwert. Parallel steigt der Meeresspiegel weiter: Der Weltklimarat IPCC prognostiziert bis 2050 einen Anstieg von 0,20 bis 0,29 Metern gegenüber dem Referenzzeitraum 1995-2014.

Treibhausgase auf Höchststand

Das Global Atmosphere Watch-Netzwerk der WMO registrierte Rekordkonzentrationen bei Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Wissenschaftler sehen darin einen direkten Zusammenhang mit dem Temperaturanstieg zwischen 2023 und 2025. Trotz der Vereinbarungen beim letzten UN-Treffen in Brasilien, die Anpassungsfinanzierung für ärmere Länder zu erhöhen, fehlen konkrete Pläne zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

Präsident Trump, der den Klimawandel wiederholt als Schwindel bezeichnete, hat Umweltschutzmaßnahmen zurückgefahren. Dies stellt die internationale Klimaagenda vor zusätzliche Herausforderungen – während die Wissenschaft eindringlich vor den Folgen warnt und die Zeit für wirksame Gegenmaßnahmen knapp wird.

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