Tom Bradshaw prognostiziert Gold bei 9.250 und Silber bei 375 US-Dollar
Makrostratege Tom Bradshaw erwartet massive Kursgewinne bei Edelmetallen – warnt aber vor kurzfristigem Rezessionsdruck.

Der unabhängige Makrostratege Tom Bradshaw hat ambitionierte Kursziele für Gold und Silber veröffentlicht. Laut Bradshaw soll Gold bis zum Jahr 2028 auf 9.250 US-Dollar je Unze steigen, während Silber auf 375 US-Dollar klettern könnte. Damit würden beide Edelmetalle ihr aktuelles Niveau um ein Vielfaches übertreffen.
Bradshaw betont jedoch, dass der Weg dorthin nicht geradlinig verlaufen wird. Er erwartet, dass eine bevorstehende Rezession die Preise kurzfristig unter Druck setzen wird, bevor die großen Aufwärtsbewegungen einsetzen. Anleger müssen demnach zunächst mit Rücksetzern rechnen, bevor sich die langfristigen Kursziele realisieren könnten.
Auch Öl im Fokus: Drastische Preisprognose bis 2029
Neben den Edelmetallen hat Bradshaw auch eine aufsehenerregende Prognose für den Ölmarkt abgegeben. Er erwartet einen Anstieg des Ölpreises auf 350 US-Dollar pro Barrel bis zum Jahr 2029. Diese Einschätzung unterstreicht seine grundsätzlich bullische Haltung gegenüber Rohstoffen insgesamt.
Solche extremen Kursziele sind im Rohstoffbereich nicht ungewöhnlich, wenn Analysten von strukturellen Verschiebungen in der Weltwirtschaft ausgehen. Faktoren wie geopolitische Spannungen, Angebotsengpässe und eine steigende Nachfrage nach sicheren Anlagen spielen dabei regelmäßig eine Rolle. Bradshaw positioniert sich mit seinen Prognosen klar im bullischen Lager der Rohstoffanalysten.
Einordnung für deutsche Anleger
Für deutsche Privatanleger sind solche Prognosen mit Vorsicht zu genießen. Kursziele dieser Größenordnung – Gold bei 9.250 US-Dollar entspräche einem Anstieg von mehreren hundert Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau – setzen außergewöhnliche makroökonomische Entwicklungen voraus. Bradshaw selbst räumt ein, dass eine Rezession zunächst für Gegenwind sorgen dürfte.
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Zur AktienanalyseGold gilt traditionell als sicherer Hafen in Krisenzeiten und hat in der Vergangenheit in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit deutlich zugelegt. Silber profitiert neben seiner Funktion als Wertaufbewahrungsmittel auch von der industriellen Nachfrage, etwa im Bereich der Solarenergie und Elektronik. Beide Metalle sind daher für viele Anleger fester Bestandteil einer diversifizierten Portfoliostrategie.
Die Prognosen von Tom Bradshaw reihen sich in eine Reihe ähnlich optimistischer Einschätzungen anderer Marktbeobachter ein. So sehen weitere Analysten Gold bei bis zu 7.000 US-Dollar und Silber bei 200 US-Dollar – Bradshaws Ziele gehen jedoch noch deutlich darüber hinaus. Ob und wann solche Niveaus erreicht werden, bleibt naturgemäß ungewiss und hängt von einer Vielzahl globaler Faktoren ab.


