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Tödliche Airbag-Gefahr: USA warnen vor illegalen Ersatzteilen

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA warnt dringend vor gefährlichen chinesischen Airbag-Gasgeneratoren. Zwei weitere Todesfälle im Dezember bringen die Zahl der Opfer auf acht.

Tödliche Airbag-Gefahr: USA warnen vor illegalen Ersatzteilen

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat am Dienstag eine dringende Sicherheitswarnung herausgegeben. Grund sind fehlerhafte Airbag-Gasgeneratoren aus China, die wahrscheinlich illegal in die USA importiert wurden. Allein im Dezember starben zwei weitere Fahrer durch explodierende Ersatz-Airbags.

Acht Tote und zwei Schwerverletzte

Insgesamt sind der NHTSA zehn Unfälle bekannt, die zu Todesfällen oder schweren Verletzungen führten. Acht Fahrer starben bei Unfällen, die laut Behörde sonst überlebbar gewesen wären. Zwei weitere Personen erlitten schwere Verletzungen. Die betroffenen Fahrzeuge hatten ihre Original-Airbags nach früheren Unfällen durch minderwertige Ersatzteile ersetzen lassen.

Die fehlerhaften Gasgeneratoren stammen vom chinesischen Hersteller Jilin Province Detiannuo Automobile Safety System Co. Ltd., auch bekannt als DTN. Bei Unfällen versagten die Airbags und schleuderten große Metallfragmente in Brust, Nacken, Augen und Gesicht der Fahrer. Die NHTSA schätzt, dass rund 10.000 dieser gefährlichen Gasgeneratoren im Umlauf sind.

Chevrolet und Hyundai besonders betroffen

Alle tödlichen Unfälle ereigneten sich in gebrauchten Chevrolet Malibu oder Hyundai Sonata Fahrzeugen. Die NHTSA kann jedoch nicht ausschließen, dass auch andere Marken und Modelle betroffen sind. Die Behörde leitete bereits im Oktober eine Untersuchung ein, nachdem sechs Todesfälle gemeldet worden waren.

Hyundai Motor zeigte sich zutiefst besorgt über die Berichte. Der südkoreanische Autohersteller betonte, dass die gefährlichen Komponenten weder von Hyundai geliefert noch autorisiert wurden. Sie seien in Fahrzeuge mit Totalschaden- oder Wiederaufbau-Titeln eingebaut worden. Hyundai unterstützt die Bemühungen der NHTSA, betroffene Fahrzeuge zu identifizieren. General Motors, Hersteller von Chevrolet, lehnte eine Stellungnahme ab.

Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden

Die NHTSA arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, um gegen illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit der Einfuhr dieser Gasgeneratoren vorzugehen. NHTSA-Administrator Jonathan Morrison erklärte, die Behörde konzentriere sich darauf, das Problem gemeinsam mit der Industrie und Verbrauchern anzugehen.

Die Behörde warnte die Kfz-Reparaturindustrie, auf diese Gasgeneratoren zu achten und Informationen unverzüglich zu melden. Wie DTN auf seiner Website eingeräumt habe, sei der Verkauf der Gasgeneratoren in den USA verboten. Wer sie ins Land bringe und installiere, gefährde amerikanische Familien.

Warnung an Gebrauchtwagenkäufer

Verbraucher, die Gebrauchtfahrzeuge kaufen, die in einen früheren Unfall mit ausgelöstem Airbag verwickelt waren, sollten diesen sofort überprüfen lassen. Es gelte sicherzustellen, dass es sich um einen legitimen Ersatz handelt, der dem Original entspricht. Die NHTSA appelliert an Werkstätten und Fahrzeughalter, bei Verdacht auf gefälschte Airbag-Komponenten sofort die Behörde zu informieren.

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