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Todesstrafe vom Tisch: Bundesrichter mildert Anklage gegen Mangione ab

Luigi Mangione droht im Mordfall Thompson nun maximal lebenslange Haft ohne Bewährung.

Todesstrafe vom Tisch: Bundesrichter mildert Anklage gegen Mangione ab

Im Bundesstrafverfahren gegen Luigi Mangione wegen der Tötung des UnitedHealthcare-CEO Brian Thompson hat eine New Yorker Richterin am Freitag zwei zentrale Anklagepunkte fallen gelassen. Damit entfällt die Möglichkeit einer Todesstrafe für den 27-Jährigen. Bundesbezirksrichterin Margaret Garnett vom U.S. District Court in Manhattan reduzierte die Anklage von vier auf zwei Punkte.

Die verbleibenden Anklagepunkte beziehen sich auf die Verursachung des Todes gemäß den Bundesgesetzen zur Nachstellung. Die Höchststrafe beträgt nun lebenslange Haft ohne Bewährungsmöglichkeit. Der verworfene dritte Anklagepunkt hatte Mangione des Mordes durch den Einsatz einer Schusswaffe während der Nachstellung beschuldigt – dieser hätte die Todesstrafe ermöglicht. Auch der vierte Punkt, der die Verwendung eines Schalldämpfers betraf, wurde abgewiesen.

Rechtliche Begründung des Gerichts

Richterin Garnett begründete ihre Entscheidung mit Präzedenzfällen des Obersten Gerichtshofs. Sie räumte ein, dass ihre Analyse "dem Durchschnittsmenschen – und vielen Anwälten und Richtern – als verdreht und seltsam erscheinen mag". Dennoch sah sie sich durch höchstrichterliche Rechtsprechung gezwungen zu entscheiden, dass die ersten beiden Anklagepunkte die Definition von "Gewaltverbrechen" nicht erfüllen.

Die Richterin wies gleichzeitig einen Antrag der Verteidigung ab, Beweise aus Mangiones Rucksack auszuschließen. Bei seiner Festnahme in Altoona, Pennsylvania – fünf Tage nach der Tat – fand die Polizei darin ein geladenes Waffenmagazin, eine Handfeuerwaffe, einen Schalldämpfer und ein rotes Notizbuch. Die Verteidigung hatte argumentiert, die Durchsuchung sei rechtswidrig gewesen.

Paralleles Verfahren vor Staatsgericht

Neben dem Bundesprozess sieht sich Mangione auch Mordanklagen vor dem Staatsgericht in Manhattan gegenüber. Die New Yorker Staatsanwaltschaft strebt an, den Fall vor dem Bundesverfahren zu verhandeln. Vor Staatsgerichten in New York ist die Todesstrafe generell nicht möglich.

Brian Thompson, der 50-jährige CEO von UnitedHealthcare, wurde im Dezember 2024 auf offener Straße in Midtown Manhattan erschossen. Er war auf dem Weg zu einer Investorenveranstaltung der Muttergesellschaft UnitedHealth Group. Die Tat sorgte landesweit für Aufsehen und löste eine intensive Fahndung aus, die mit Mangiones Festnahme in Pennsylvania endete.

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