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TKMS hebt Umsatzprognose deutlich an - Auftragsbestand erreicht Rekordhoch

Rüstungskonzern profitiert von globaler Nachfrage nach U-Booten und erhöht Wachstumsziel auf fünf Prozent.

TKMS hebt Umsatzprognose deutlich an - Auftragsbestand erreicht Rekordhoch

Der Kieler Marineschiffbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) hat seine Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 nach oben korrigiert. Statt der bisher anvisierten ein bis zwei Prozent Wachstum rechnet der Konzern nun mit einem Erlösplus von zwei bis fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anhebung erfolgt nach einem soliden ersten Quartal, in dem TKMS 545 Millionen Euro umsetzte.

Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) blieb mit 26 Millionen Euro stabil, während sich die EBIT-Marge leicht auf 4,8 Prozent verbesserte. Für das Gesamtjahr peilt der U-Bootbauer eine Marge von über sechs Prozent an - ein deutlicher Sprung, der die operative Effizienz unterstreicht.

Rekord-Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro

"TKMS bleibt auf Erfolgskurs", betonte Konzernchef Oliver Burkhard bei der Vorlage der Quartalszahlen. Der Auftragsbestand erreichte mit 18,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Diese prall gefüllten Auftragsbücher sichern die Auslastung für Jahre und spiegeln die weltweit gestiegene Nachfrage nach militärischer Ausrüstung wider.

TKMS profitiert dabei von der globalen Aufrüstung, die durch geopolitische Spannungen befeuert wird. Der Konzern ist seit Oktober 2024 an der Börse notiert und hat gemeinsam mit der Muttergesellschaft Thyssenkrupp einen Platz im MDAX erobert. Thyssenkrupp hält weiterhin die Mehrheit an dem Rüstungsspezialisten.

Milliarden-Aufträge aus Kanada und Indien in Sicht

Besonders vielversprechend sind die laufenden Vergabeverfahren in Nordamerika und Asien. In Kanada zählt TKMS zu den letzten zwei verbliebenen Bietern für ein Großprojekt über bis zu zwölf U-Boote. Der Auftragswert könnte mehrere Milliarden Euro erreichen und wäre einer der größten in der Unternehmensgeschichte.

Parallel laufen in Indien finale Verhandlungen über sechs U-Boote, die TKMS zusammen mit einem lokalen Partner liefern soll. Diese Projekte würden den ohnehin schon rekordhohen Auftragsbestand weiter ausbauen und die Wachstumsperspektiven für die kommenden Jahre absichern.

Für Anleger bietet TKMS damit ein attraktives Chance-Risiko-Profil im Rüstungssektor. Die Kombination aus steigender Profitabilität, vollem Auftragsbuch und aussichtsreichen Großprojekten könnte die Aktie weiter beflügeln - vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen bleiben stabil.

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