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Tim Cook übergibt Apple-CEO-Posten an John Ternus im September

Nach 15 Jahren gibt Tim Cook den Apple-Chefposten ab – die Aktie legte in seiner Amtszeit um spektakuläre 2.230 Prozent zu.

Tim Cook übergibt Apple-CEO-Posten an John Ternus im September

Tim Cook übergibt am 1. September 2026 den CEO-Posten bei Apple (AAPL) an John Ternus, den derzeitigen Leiter der Hardware-Entwicklung. Damit endet eine 15-jährige Ära, die Apple zu einem der erfolgreichsten Kapitel der Unternehmensgeschichte geführt hat. Ternus tritt in ähnlich große Fußstapfen wie Cook einst, als er die Nachfolge von Apple-Gründer Steve Jobs antrat.

Cook übernahm den CEO-Posten am 24. August 2011 – zu einem Zeitpunkt, als die Erwartungen kaum höher hätten sein können. Jobs hatte Apple vom Rande des Bankrotts zurückgeführt und das Unternehmen zum wertvollsten der Welt gemacht. Cook war bereits davor als operatives Genie bekannt, und die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass genau diese Fähigkeiten Apple weitergebracht haben.

Apples Aktienperformance unter Cook: Ein historischer Anstieg

Der Aktienkurs von Apple stieg vom ersten Tag Cooks als CEO am 24. August 2011 bis zum 7. August 2026 um spektakuläre 2.230 Prozent. Inklusive Aktienrückkäufen, über die Apple Kapital an die Aktionäre zurückgegeben hat, beläuft sich die Gesamtrendite sogar auf 2.680 Prozent. Zum Vergleich: Der S&P 500 erzielte im gleichen Zeitraum eine deutlich geringere Rendite.

Konkret bedeutet das: Wer am ersten Tag von Cooks Amtszeit 10.000 US-Dollar in Apple-Aktien investiert hätte, säße heute auf einem Depot im Wert von 278.250 US-Dollar. Die gleiche Investition in den breiten US-Aktienindex S&P 500 wäre lediglich 86.600 US-Dollar wert – Apple hat damit mehr als dreimal so viel Rendite geliefert wie der Marktdurchschnitt. Besonders bemerkenswert ist dies, weil Apple bereits zu Beginn von Cooks Amtszeit eines der größten Unternehmen der Welt war.

Neben der Kursentwicklung nahm Apple unter Cook im Jahr 2012 auch die Dividendenzahlungen wieder auf – erstmals seit 1995. Dies stärkte die Attraktivität der Aktie für einkommensorientierte Anleger zusätzlich.

Rekordwachstum beim Umsatz und Gewinn

Auch operativ hinterließ Cook deutliche Spuren. Seit seinem Amtsantritt stieg der Umsatz um 330 Prozent, der Bruttogewinn sogar um 410 Prozent. Zuletzt meldete Apple für das dritte Geschäftsquartal 2026, das am 27. Juni endete, das stärkste Juni-Quartal der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 109 Milliarden US-Dollar.

Quartalsumsatzrekorde wurden dabei in den Segmenten iPhone, Mac und Dienstleistungen erzielt. Zudem wuchs der Umsatz in jedem geografischen Segment – ein Zeichen für die globale Stärke des Konzerns.

KI bleibt die offene Baustelle

Trotz der beeindruckenden Bilanz gibt es eine wesentliche Kritik an der Ära Cook: die glanzlosen Ergebnisse im Bereich Künstliche Intelligenz. Apple Intelligence war mit mehreren Verzögerungen konfrontiert. Ein KI-gestütztes Siri-Upgrade, das ursprünglich für 2024 angekündigt worden war, ging erst kürzlich in den Beta-Test für Verbraucher.

Im Januar 2026 ging Apple zudem eine mehrjährige Kooperation ein, um Google Gemini von Alphabet für seine grundlegenden KI-Basismodelle zu nutzen. Dies löste Kritik aus, dass die hauseigene KI-Entwicklung nicht mit anderen Technologieunternehmen mithalten könne – ein Erbe, das Ternus nun antreten muss.

Dennoch bleibt Cooks Amtszeit ein unbestreitbarer Erfolg. Für seinen Nachfolger Ternus wird es schwierig sein, an diese Leistung anzuknüpfen – wobei Beobachter fairerweise anmerken, dass viele dasselbe behaupteten, als Cook einst die Nachfolge von Steve Jobs antrat.

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