Third Point steigt bei spanischem Rüstungskonzern Indra ein
US-Hedgefonds unterstützt umstrittene Übernahme von Escribano Mechanical & Engineering

Der US-Hedgefonds Third Point hat eine Beteiligung am spanischen Rüstungskonzern Indra erworben. Dies bestätigten Insider am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der von Dan Loeb geführte Hedgefonds unterstützt ausdrücklich die geplante Übernahme des kleineren Wettbewerbers Escribano Mechanical & Engineering (EM&E).
Die genaue Höhe der Beteiligung ist nicht bekannt. Ein Sprecher von Indra lehnte eine Stellungnahme zum Einstieg von Third Point ab. Über die Investition hatte zunächst Bloomberg berichtet und dabei ein Schreiben von Third Point an den Indra-Verwaltungsrat und die spanische Staatsholding Sepi zitiert. Sepi verwaltet die 28-prozentige Beteiligung des spanischen Staates an Indra.
Die geplante Übernahme von EM&E sorgt unter Indra-Aktionären für Kontroversen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz von Angel Escribano und seinem Bruder Javier. Angel Escribano ist gleichzeitig Verwaltungsratschef von Indra, was bei Investoren Bedenken über mögliche Interessenkonflikte weckt.
Third Point sieht strategische Chance
Dan Loeb, CEO von Third Point, äußerte sich in seinem Brief an Indra und Sepi deutlich positiv zur geplanten Transaktion. Er bezeichnete die Übernahme als einzigartige Gelegenheit, einen spanischen Rüstungschampion zu schaffen. Der aktivistische Investor ist bekannt dafür, sich bei Unternehmen zu engagieren und auf strategische Veränderungen zu drängen.
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Zur AktienanalyseDie spanische Rüstungsindustrie steht vor Konsolidierungsdruck. In Zeiten steigender Verteidigungsausgaben in Europa könnte die Fusion von Indra und EM&E die Wettbewerbsposition des entstehenden Konzerns deutlich stärken. Beide Unternehmen sind in der Entwicklung von Verteidigungs- und Luftfahrttechnologie tätig.
Ein Sprecher der Staatsholding Sepi wollte sich zu den Plänen und dem Einstieg von Third Point nicht äußern. Die Haltung des spanischen Staates als größter Einzelaktionär dürfte für den Ausgang der Transaktion entscheidend sein.


