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Thermische Kohle: Weltweite Exporte sinken erstmals seit Jahren

Der globale Handel mit thermischer Kohle verzeichnet einen historischen Rückgang. Die drei größten Importeure China, Indien und Japan reduzierten ihre Käufe 2025 um 49 Millionen Tonnen.

Thermische Kohle: Weltweite Exporte sinken erstmals seit Jahren

Der weltweite Export von thermischer Kohle ist 2025 um 33 Millionen Tonnen oder 3 Prozent auf rund 936 Millionen Tonnen gesunken. Dies ist die niedrigste jährliche Liefermenge seit 2022, wie Daten des Rohstoffanalyseunternehmens Kpler zeigen. Der Rückgang markiert möglicherweise einen Wendepunkt im globalen Kohlehandel.

Besonders auffällig: Die Hälfte der zehn größten Importeure verzeichnete rückläufige Kaufmengen im Jahresvergleich. Die drei Hauptabnehmer China, Indien und Japan reduzierten ihre kollektiven Importe um fast 50 Millionen Tonnen – ein überproportionaler Rückgang, der den gesamten Markt belastet.

Größte Märkte schrumpfen deutlich

China, Indien und Japan dominieren seit mehr als einem Jahrzehnt den Markt für thermische Kohle und machen knapp 60 Prozent der weltweiten Importe aus. 2025 importierten die drei Länder zusammen rund 565 Millionen Tonnen – der niedrigste Stand seit 2022.

China führt die Liste mit 308 Millionen Tonnen an, gefolgt von Indien mit 157 Millionen Tonnen und Japan mit 100 Millionen Tonnen. Der synchronisierte Rückgang in diesen Schlüsselmärkten nährt die Vermutung, dass die Kohleexporte ihren Höhepunkt überschritten haben könnten.

Energiewende als Treiber des Rückgangs

Der Trend spiegelt die zunehmende Abkehr von fossilen Brennstoffen wider. Immer mehr Energiesysteme setzen auf sauberere Stromerzeugungsquellen wie Wind, Solar und Wasserkraft. Besonders in entwickelten Märkten wie Japan scheint der Kohleverbrauch einen endgültigen Niedergang zu erleben.

Neue Wachstumsmärkte im Fokus

Trotz des allgemeinen Abwärtstrends gibt es weiterhin Länder in Wachstumsphasen des Kohleverbrauchs. Diese Märkte werden in den kommenden Jahren von Exporteuren hart umkämpft sein. Für Kohleproduzenten bedeutet dies eine strategische Neuausrichtung auf weniger entwickelte Volkswirtschaften, die ihren Energiebedarf noch mit fossilen Brennstoffen decken.

Die Entwicklung könnte für Investoren ein Signal sein, dass die Ära der thermischen Kohle als Wachstumsmarkt zu Ende geht. Anleger sollten die Verschiebung hin zu erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Chancen im Auge behalten.

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