ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Texas untersucht StubHub wegen nicht gelieferter WM-Tickets

Dutzende Beschwerden von Fans, die Tickets kauften und leer ausgingen, veranlassen den texanischen Generalstaatsanwalt zum Handeln.

Texas untersucht StubHub wegen nicht gelieferter WM-Tickets

Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat am Freitag eine offizielle Untersuchung gegen die Ticket-Wiederverkaufsplattform StubHub Inc eingeleitet. Auslöser sind Dutzende von Beschwerden texanischer Fans, die über StubHub erworbene Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nie erhalten haben. Die Untersuchung richtet sich auf mögliche Verstöße gegen den Verbraucherschutz.

Reuters hatte bereits im vergangenen Monat über betroffene WM-Fans berichtet. Diese hatten Monate im Voraus Tickets über die US-amerikanische Wiederverkaufsplattform gekauft – nur um wenige Stunden vor dem jeweiligen Spiel zu erfahren, dass ihre Tickets nicht geliefert werden konnten. Für viele Betroffene war der Stadionbesuch damit geplatzt.

StubHub wirbt mit seiner sogenannten „FanProtect-Garantie", die im Problemfall kostenlose Ersatztickets oder eine vollständige Rückerstattung verspricht. Mehrere Käufer berichteten Reuters jedoch, dass dieses Versprechen in ihrem Fall nicht eingehalten wurde. Das Vertrauen in die Plattform hat dadurch erheblich gelitten.

StubHub weist Schuld an FIFA-Infrastruktur

StubHub wollte sich gegenüber Reuters nicht direkt zur laufenden Untersuchung äußern. Ein Unternehmenssprecher erklärte jedoch, man arbeite „unermüdlich daran, Probleme beim Tickettransfer zu lösen und jedem Fan den Stadionbesuch zu ermöglichen". Weiter hieß es: „Schon eine einzige schlechte Erfahrung ist für die Fans und für uns zutiefst enttäuschend. Deshalb bietet unsere FanProtect-Garantie in den seltenen Fällen, in denen Probleme auftreten, Ersatztickets oder eine vollständige Rückerstattung an."

Die Plattform schob die Verantwortung für die Lieferprobleme auf die Ticketing-Infrastruktur der FIFA. Der Weltfußballverband wies diese Darstellung jedoch entschieden zurück und erklärte, sein System habe zuverlässig funktioniert. Damit stehen sich zwei gegensätzliche Versionen gegenüber – während Tausende Fans auf ihre Tickets oder ihr Geld warten.

Generalstaatsanwalt droht mit Konsequenzen

Ken Paxton machte in seiner offiziellen Mitteilung deutlich, wie ernst er die Lage nimmt: „Meine Behörde untersucht Berichte, wonach StubHub Tickets nicht liefert, die texanische Fans rechtmäßig erworben haben." Er betonte zudem den besonderen Stellenwert des Ereignisses für die Betroffenen: „In vielen Fällen ist der Besuch eines WM-Spiels ein einmaliges Erlebnis. Wenn StubHub die Texaner um dieses Erlebnis bringt, wird meine Behörde alle verfügbaren Mittel nutzen, um das Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen und den geschädigten Fans zu helfen."

Texas ist als Austragungsort der WM 2026 besonders betroffen. Sowohl Dallas als auch Houston gehören zu den offiziellen Spielstätten des Turniers, das gemeinsam von Kanada, Mexiko und den USA ausgerichtet wird. Entsprechend groß ist die Zahl der texanischen Fans, die Tickets erworben haben.

Das Büro des Generalstaatsanwalts rief alle betroffenen Einwohner auf, eine formelle Beschwerde bei der Abteilung für Verbraucherschutz der Generalstaatsanwaltschaft einzureichen. Parallel dazu haben Fans bereits Anfang dieser Woche den Entwurf einer Sammelklage gegen StubHub eingereicht. Der rechtliche Druck auf die Plattform wächst damit von mehreren Seiten gleichzeitig.

StubhubWm 2026 TicketsGeneralstaatsanwalt TexasFanprotect GarantieTicketbetrugFifa WeltmeisterschaftSammelklage Stubhub

Disclaimer