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Texas ermittelt gegen Lululemon wegen PFAS in Sportbekleidung

Der texanische Generalstaatsanwalt untersucht den Einsatz von „Ewigkeitschemikalien" – Lululemon beteuert, diese seit Januar 2024 nicht mehr zu verwenden.

Texas ermittelt gegen Lululemon wegen PFAS in Sportbekleidung

Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat Ermittlungen gegen den kanadischen Sportbekleidungshersteller Lululemon Athletica eingeleitet. Der Vorwurf: Das Unternehmen soll sogenannte „Ewigkeitschemikalien", bekannt als PFAS, in seiner Sportbekleidung eingesetzt haben. Lululemon weist die aktuellen Vorwürfe jedoch zurück und erklärt, die Verwendung dieser Stoffe bereits vor mehr als zwei Jahren beendet zu haben.

Das Büro von Generalstaatsanwalt Paxton teilte am Montag in einer offiziellen Erklärung mit, dass neuere Forschungsergebnisse sowie Bedenken von Verbrauchern Fragen über das mögliche Vorhandensein dieser Chemikalien in der Kleidung des Unternehmens aufgeworfen hätten. Die Behörde reagiert damit auf wachsende gesellschaftliche und wissenschaftliche Aufmerksamkeit rund um PFAS in Konsumgütern.

Was sind PFAS und warum sind sie gefährlich?

PFAS steht für Per- und Polyfluoralkylsubstanzen – eine Gruppe von Tausenden synthetischer Chemikalien, die seit den 1940er Jahren in einer Vielzahl von Alltagsprodukten eingesetzt werden. Dazu zählen Kleidung, Kosmetika, Lebensmittelverpackungen und Antihaft-Kochgeschirr. Ihr entscheidender Vorteil: Sie wirken als gleitfähige Beschichtung und weisen Wasser sowie Flecken zuverlässig ab.

Das Problem liegt jedoch in ihrer außergewöhnlichen Beständigkeit. PFAS bauen sich in der Umwelt praktisch nicht ab und reichern sich im menschlichen Körper an. Wissenschaftliche Studien bringen diese Stoffe mit ernsthaften Gesundheitsproblemen in Verbindung – darunter verschiedene Krebsarten sowie Unfruchtbarkeit. Der Begriff „Ewigkeitschemikalien" beschreibt treffend, dass diese Verbindungen nahezu unbegrenzt in der Natur und im Organismus verbleiben.

Lululemon: Verwendung bereits eingestellt

Eine Sprecherin von Lululemon erklärte gegenüber der Presse, das Unternehmen verwende derzeit keine PFAS in seinen Produkten. Zuvor habe man die Chemikalien zwar in strapazierfähiger, wasserabweisender Kleidung genutzt – dieser Bereich habe jedoch nur einen kleinen Teil der insgesamt verkauften Produkte ausgemacht. Die schrittweise Abkehr von PFAS sei bis Januar 2024 vollständig abgeschlossen worden, so die Sprecherin.

Für Lululemon kommt die Untersuchung zu einem sensiblen Zeitpunkt. Das Unternehmen, das vor allem für seine hochpreisige Yoga- und Sportbekleidung bekannt ist, pflegt ein Image, das auf Gesundheit, Wohlbefinden und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Ermittlungen wegen potenziell gesundheitsschädlicher Chemikalien stehen dazu in einem deutlichen Widerspruch.

Die Debatte um PFAS in Textilien ist kein isoliertes Phänomen. Weltweit verschärfen Regulierungsbehörden die Vorschriften für diese Stoffgruppe. Auch in der Europäischen Union und Deutschland stehen PFAS zunehmend im Fokus von Gesetzgebern und Verbraucherschützern. Für deutsche Anleger und Verbraucher ist die Entwicklung rund um Lululemon daher ein weiteres Signal, dass der Druck auf die Textilindustrie in Sachen Chemikalieneinsatz weiter zunimmt.

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