ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Teslas FSD-Abonnement: Neuer Gewinnhebel als Kaufsignal?

1,48 Millionen aktive Abonnenten und 1,8 Milliarden Dollar Jahresumsatz – doch lohnt sich der Einstieg bei Tesla wirklich?

Teslas FSD-Abonnement: Neuer Gewinnhebel als Kaufsignal?

Tesla (TSLA) erlebt kein gutes Jahr an der Börse. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 28 Prozent im Minus – ein deutlicher Rückgang, der sich nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse für das zweite Quartal am 22. Juli noch beschleunigte. Die Investitionsausgaben (Capex) des Unternehmens wachsen rasant und belasten Gewinne sowie Margen spürbar. Viele Anleger zweifeln daran, ob diese Ausgaben die erhofften Renditen bringen werden.

Dennoch gibt es Lichtblicke im Geschäftsmodell des Elektroautopioniers. Besonders das Segment der Abonnements für das überwachte autonome Fahren – bekannt als Full Self-Driving (FSD) – entwickelt sich stetig weiter. Die entscheidende Frage lautet: Reicht das als Kaufargument für die Aktie?

FSD-Wachstum: Starke Zahlen, hohe Margen

Tesla beendete das zweite Quartal mit 1,48 Millionen aktiven FSD-Abonnements. Das entspricht einem Anstieg von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei einem Preis von 99 US-Dollar pro Monat ergibt sich daraus ein hochgerechneter Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Der Gesamtumsatz von Tesla lag im vergangenen Jahr bei etwa 94,8 Milliarden US-Dollar – FSD macht also noch einen vergleichsweise kleinen Anteil aus.

Entscheidend ist jedoch die Marge: FSD-Abonnements erzielen deutlich höhere Margen als das klassische Elektrofahrzeuggeschäft. Damit dürfte das Segment einen überproportionalen Beitrag zum Betriebsgewinn leisten – weit über seinen Umsatzanteil hinaus. Für Anleger ist das ein wichtiger Faktor bei der Bewertung des Unternehmens.

CEO Elon Musk äußerte sich optimistisch zur Nachfrage: „Wir sehen an Standorten, an denen FSD zugelassen ist, eine sehr hohe Akzeptanzrate für FSD." Er betonte zudem, dass Verbraucher die FSD-Software unabhängig vom Fahrzeugmodell nachfragen – eine Dynamik, die die Nachfrage nach Teslas Elektroautos insgesamt ankurbeln könnte, sobald weitere Regionen die Software zulassen.

Netzwerkeffekte und der Blick auf Robotaxis

Ein weiterer struktureller Vorteil liegt in den Netzwerkeffekten. Teslas weltweite FSD-Flotte hat bereits mehr als 12 Milliarden kumulierte Meilen auf der Straße zurückgelegt. Je mehr Fahrer das System nutzen, desto mehr Daten aus realen Fahrsituationen stehen zur Verfügung, um die Software zu trainieren und zu verbessern – was wiederum neue Nutzer anzieht. Dieser selbstverstärkende Kreislauf ist ein klassischer Netzwerkeffekt und ein bedeutender Wettbewerbsvorteil.

Langfristig setzt Tesla auf den Robotaxi-Service, der von einer wachsenden Zahl an FSD-Abonnements profitieren kann. Gelingt es dem Unternehmen, diesen Service innerhalb des nächsten Jahres zu skalieren und die Lücke zu Konkurrenten wie Waymo zu schließen, könnte sich die Tesla-Aktie erholen. Waymo gilt derzeit als einer der führenden Anbieter im Bereich autonomes Fahren.

Erhebliche Risiken bleiben bestehen

Trotz der positiven Entwicklung im FSD-Segment bleibt die Gesamtsituation für Anleger komplex. Es besteht erhebliche Unsicherheit darüber, ob Tesla seinen Robotaxi-Service erfolgreich skalieren, zusätzliche FSD-Zulassungen in weiteren Regionen erhalten und seine Software kontinuierlich verbessern kann.

In der Zwischenzeit könnten die Finanzergebnisse des Unternehmens – insbesondere unterm Strich – wenig beeindruckend bleiben. Tesla erhöht seine Ausgaben massiv, um potenzielle Chancen zu nutzen, was kurzfristig auf die Profitabilität drückt. Die Aktie gilt als riskant und dürfte volatil bleiben – unabhängig davon, in welche Richtung sich der Kurs entwickelt. Deutsche Privatanleger sollten diese Risiken sorgfältig abwägen, bevor sie eine Position in Tesla aufbauen.

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