Tesla verliert langjährigen IT-Chef: Raj Jegannathan geht
Nach 13 Jahren verlässt Raj Jegannathan, Vizepräsident für IT und KI-Infrastruktur, den Elektroautobauer Tesla. Der Manager kündigte seinen Abschied am Montag auf LinkedIn an – ein weiterer Verlust für das unter Druck stehende Unternehmen von Elon Musk.

Raj Jegannathan, seit 13 Jahren bei Tesla tätig, hat seinen Rückzug aus dem Unternehmen bekannt gegeben. Der Vizepräsident war zuletzt für zentrale Bereiche wie Informationstechnologie, KI-Infrastruktur, Geschäftsanwendungen und Informationssicherheit verantwortlich. In einem knappen LinkedIn-Post schrieb er: "Die Reise bei Tesla war geprägt von kontinuierlicher Weiterentwicklung."
Vom IT-Chef zum Vertriebsleiter
Jegannathans Karriere bei Tesla verlief alles andere als geradlinig. Erst im vergangenen Jahr übernahm er zusätzlich die Leitung des Vertriebsteams, nachdem der bisherige Vertriebschef für Nordamerika, Troy Jones, entlassen worden war. Diese Personalrochade erfolgte zu einem kritischen Zeitpunkt für den Elektroautopionier.
Tesla kämpft mit sinkenden Verkaufszahlen
Das Kerngeschäft von Tesla steht unter erheblichem Druck. Die Verkaufszahlen des Unternehmens gingen 2025 um 3 Prozent zurück – der erste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen. Analysten führen dies auf mehrere Faktoren zurück: Die Modellpalette der Elektrofahrzeuge gilt als veraltet, und das Image der Marke leidet unter der kontroversen politischen Positionierung von CEO Elon Musk.
Politische Kontroversen belasten Marke
Musks provokante politische Äußerungen, seine Arbeit für die Trump-Administration und seine Unterstützung rechtsextremer Persönlichkeiten weltweit haben zu einer spürbaren Verbraucherreaktion geführt. Dies belastet zusätzlich den Absatz der Tesla-Fahrzeuge, die zunehmend Konkurrenz durch etablierte Automobilhersteller mit neuen Elektromodellen bekommen.
Druck auf autonomes Fahren wächst
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Zur AktienanalyseNeben der Wiederbelebung des Fahrzeugabsatzes steht Tesla vor der Herausforderung, endlich die seit Jahren versprochenen vollautonomen Fahrsysteme auszuliefern. Die Erwartungen an fahrerlose Fahrzeuge, die Passagiere ohne menschlichen Fahrer befördern können, sind hoch – die Umsetzung lässt jedoch weiter auf sich warten.
Weder Tesla noch Jegannathan haben sich bislang zu den Hintergründen des Ausscheidens geäußert. Für den Elektroautobauer bedeutet der Verlust des langjährigen Managers einen weiteren Rückschlag in einer ohnehin turbulenten Phase.


