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Tesla-Verkäufe in Europa erholen sich dank steigender Kraftstoffpreise

Steigende Kraftstoffpreise nach dem Iran-Krieg beflügeln die Tesla-Nachfrage in Dänemark, Frankreich und den Niederlanden deutlich.

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Tesla-Verkäufe in Europa erholen sich dank steigender Kraftstoffpreise

Die Tesla-Neuzulassungen setzen ihre Erholung in Europa fort. Im April verzeichneten Dänemark, Frankreich und die Niederlande teils deutliche Zuwächse – angetrieben von stark gestiegenen Kraftstoffpreisen infolge des Iran-Krieges, der seit dem 28. Februar die Energiekosten in der gesamten Region in die Höhe treibt.

In Dänemark stiegen die Tesla-Neuzulassungen im April laut Daten von bilstatistik.dk im Jahresvergleich um beeindruckende 102 Prozent. Frankreich meldete laut dem Branchenverband PFA sogar ein Plus von 112 Prozent. In den Niederlanden registrierte der Automobilindustrieverband BOVAG einen Anstieg um 23 Prozent auf 469 Fahrzeuge, verglichen mit 381 Einheiten im Vorjahresmonat.

Niederlande: FSD-Zulassung als zusätzlicher Wachstumstreiber

Die niederländischen Zahlen erhalten zusätzlichen Rückenwind durch eine regulatorische Entwicklung: Die nationale Fahrzeugbehörde RDW erteilte am 10. April eine vorläufige Genehmigung für Teslas Fahrerassistenzsoftware „Full Self-Driving" (FSD). Die RDW hat seither die Europäische Kommission über ihre Absicht informiert, eine EU-weite Zulassung für die Software anzustreben, die Tesla über ein monatliches Abonnement anbietet. Dies könnte mittelfristig den Absatz in weiteren europäischen Märkten ankurbeln.

Die April-Daten fügen sich in ein insgesamt starkes erstes Quartal 2026 ein. Kontinentweit stiegen die Tesla-Neuzulassungen im ersten Quartal um fast 45 Prozent. Das ist umso bemerkenswerter, da Tesla zuvor zwei aufeinanderfolgende jährliche Absatzrückgänge hinnehmen musste – darunter ein Einbruch von fast 27 Prozent im Jahr 2025.

Wettbewerbsdruck durch chinesische Hersteller wächst

Trotz der eindrucksvollen Erholung bleibt der Wettbewerb intensiv. In Dänemark verkaufte Tesla im April weniger Fahrzeuge als das chinesische Elektroauto-Startup Xpeng. In den Niederlanden wurde Tesla vom chinesischen Hersteller BYD übertroffen. Chinesische Elektrofahrzeughersteller gewinnen damit auch in Kernmärkten Westeuropas spürbar an Boden.

Das gestiegene Interesse an Elektrofahrzeugen ist eng mit der geopolitischen Lage verknüpft. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar haben die Kraftstoffpreise in ganz Europa deutlich angezogen, was Verbraucher verstärkt dazu bewegt, über den Umstieg auf Elektromobilität nachzudenken. Für Tesla kommt dieser Trend zu einem günstigen Zeitpunkt, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren erhebliche Marktanteile eingebüßt hatte.

Für deutsche Privatanleger bleibt Tesla damit ein Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Erholung und Wettbewerbsdruck. Die starken Zulassungszahlen aus den europäischen Nachbarländern signalisieren eine Trendwende – ob diese nachhaltig ist, wird auch davon abhängen, wie sich die Kraftstoffpreise und die Konkurrenz durch chinesische Anbieter weiterentwickeln.

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