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Tesla startet Batterieproduktion in Grünheide neu

Modernisierte Anlagen und neue Batterietypen prägen den Standort in Brandenburg

Tesla startet Batterieproduktion in Grünheide neu

Der US-Elektroautobauer Tesla hat die Batterieproduktion in seiner Gigafabrik im brandenburgischen Grünheide wieder aufgenommen. Nach einer Phase des Umbaus wird dort nun erneut gefertigt, nachdem der Konzern nach eigenen Angaben umfangreiche Investitionen in neue Technologien und Anlagentechnik vorgenommen hat. Die Produktionsanlagen seien modernisiert worden, um die Voraussetzungen für einen neuen Batterietyp zu schaffen. Die Fabrik gilt konzernintern inzwischen als die am stärksten automatisierte Batteriefertigung von Tesla weltweit.

Bereits in einer früheren Phase hatte Tesla in Grünheide Batterien produziert. Damals wurden nach Angaben der Werksleitung rund 100.000 Einheiten eines älteren Batterietyps hergestellt. Im Anschluss entschied sich der Konzern, die Fertigung grundlegend umzubauen. Ziel war es, die Produktionsprozesse an neue technische Anforderungen anzupassen und eine höhere Effizienz zu erreichen. Der Umbau führte zu einer zeitweisen Unterbrechung der Batterieproduktion am Standort.

Das aktuelle Vorhaben wird intern unter dem Namen „Projekt Coyote“ geführt. Im Mittelpunkt steht dabei ein Batteriekonzept, bei dem Zellen eingesetzt werden, die Tesla selbst herstellt. Die eigentliche Zellfertigung findet derzeit jedoch noch nicht in Grünheide statt. Stattdessen werden die Batteriezellen aus einem anderen Werk des Konzerns bezogen und anschließend in Brandenburg weiterverarbeitet.

Nach Angaben der Werksleitung stammen die Zellen aus dem Tesla-Werk im texanischen Austin. Von dort werden sie nach Deutschland geliefert und in Grünheide zu kompletten Batteriepacks verbaut. Diese Batteriepacks sollen perspektivisch auch in Fahrzeugen eingesetzt werden, die am selben Standort produziert werden. Damit rückt die Batterieproduktion näher an die Fahrzeugmontage heran, auch wenn die Zellfertigung weiterhin ausgelagert bleibt.

Ursprünglich hatte Tesla in Grünheide deutlich weitergehende Pläne verfolgt. Konzernchef Elon Musk hatte dort einst den Aufbau der weltweit größten Batteriefabrik in Aussicht gestellt. Inzwischen ist der Ausbau jedoch schrittweise erfolgt und an verschiedene interne und externe Faktoren geknüpft. Weitere Investitionen am Standort könnten auch von organisatorischen und arbeitsrechtlichen Entwicklungen abhängen.

Mit der Wiederaufnahme der Batterieproduktion stärkt Tesla dennoch die industrielle Bedeutung des Werks in Brandenburg. Der Standort bleibt ein zentraler Pfeiler der europäischen Produktionsstrategie des Unternehmens, auch wenn einzelne Wertschöpfungsstufen weiterhin außerhalb Deutschlands angesiedelt sind.

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