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Tesla-Sieg: Gericht kürzt Anwaltskosten um 100 Millionen Dollar drastisch

Oberster Gerichtshof Delaware reduziert Gebühren im Rechtsstreit um Direktorenvergütung auf 70,9 Millionen Dollar

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Tesla-Sieg: Gericht kürzt Anwaltskosten um 100 Millionen Dollar drastisch

Der Oberste Gerichtshof von Delaware hat Tesla einen bedeutenden Erfolg beschert. Das Gericht kürzte die Anwaltskosten in einem Rechtsstreit um überhöhte Direktorenvergütungen um mehr als 100 Millionen Dollar. Statt der ursprünglich zugesprochenen 176,1 Millionen Dollar muss der Elektroautohersteller nun nur noch 70,9 Millionen Dollar zahlen – eine Reduzierung um 60 Prozent.

Die Entscheidung betrifft eine Klage des Pensionsfonds der Feuerwehrleute und Polizisten von Detroit gegen Tesla-Direktoren. Diese hatten sich nach Ansicht des Gerichts überbezahlt. Zu den betroffenen Vorstandsmitgliedern zählen die Vorsitzende Robyn Denholm und James Murdoch, die sich bereit erklärt hatten, rund 277 Millionen Dollar in bar sowie Millionen von Aktienoptionen an das Unternehmen zurückzugeben.

Das Gericht begründete die drastische Kürzung damit, dass der ursprüngliche Richter den Wert des Vergleichs falsch bewertet hatte. Die Anwälte der Aktionäre hatten den Vergleich mit 919 Millionen Dollar beziffert und darauf ihre Gebührenforderung gestützt. Der Oberste Gerichtshof stellte jedoch fest, dass der innere Wert der zurückgegebenen Aktienoptionen bei der Bewertung des Nutzens für Tesla hätte ausgeschlossen werden müssen.

Wachsende Kritik an Anwaltsgebühren

Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Kritik an den Anwaltsgebühren in Delaware. Professoren und Unternehmensanwälte bemängeln die Höhe der Honorare, die von den dortigen Gerichten zugesprochen werden. Allein 2024 wurde in einem Fall gegen Dell Technologies eine Gebühr von 267 Millionen Dollar genehmigt. Die Anwaltskammer von Delaware arbeitet derzeit an Empfehlungen für mögliche Gesetzesänderungen.

Tesla-Chef Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, war nicht Teil des Vergleichs. Er verteidigt seine eigene Rekordvergütung in einem separaten Gerichtsverfahren. Die Gebührenreduktion entlastet Tesla finanziell erheblich, da das Unternehmen als Nutznießer des Vergleichs für die Anwaltskosten aufkommen muss.

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