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Tesla senkt Preise für Model Y deutlich

6000 Euro Rabatt zur Ankurbelung des schleppenden Absatzes bis Ende Juni

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Tesla senkt Preise für Model Y deutlich

Tesla hat die Preise für das Model Y in Deutschland um 6000 Euro gesenkt. Diese Maßnahme soll den Absatz des Elektrofahrzeugs ankurbeln, da der Verkauf bisher schleppend verlief. Auf der deutschen Website des Unternehmens ist seit Samstagmorgen zu lesen, dass das Model Y ab sofort mit einer Tesla Umweltprämie von 6000 Euro erhältlich ist. Diese Preissenkung stellt einen Abschlag von etwa 13 Prozent dar und gilt für vorkonfigurierte Fahrzeuge aus dem sofort verfügbaren Bestand bis zum 30. Juni.

Diese Entscheidung kommt zu einer Zeit, in der Tesla mit einem Überangebot an unverkauften Fahrzeugen zu kämpfen hat. So lagern beispielsweise am Militärflughafen Neuhardenberg Tausende unverkaufte Teslas. Der Flughafen, der an diesem Wochenende sein 90-jähriges Jubiläum feierte, bot einen ungewöhnlichen Anblick: Besucher fuhren auf dem Weg zu den Festlichkeiten an den vielen abgestellten Fahrzeugen vorbei. Während des Events wurden auch Probefahrten angeboten, was die Besucher teils überrascht und teils amüsiert zur Kenntnis nahmen.

Hintergrund dieser Maßnahme ist ein deutlicher Rückgang der Auslieferungszahlen von Tesla im ersten Quartal 2024. In Deutschland wurden im Mai rund 30.000 Elektroautos neu zugelassen, was einem Rückgang von etwa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei Tesla war dieser Rückgang sogar noch drastischer und lag bei 64 Prozent. Diese Entwicklung ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Einerseits kämpfen auch andere Hersteller mit einer schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Andererseits drängen chinesische Hersteller mit günstigeren Modellen auf den Markt und erobern Marktanteile.

Tesla reagiert nicht nur mit Preissenkungen auf diese Herausforderungen. Das Unternehmen hat auch angekündigt, die Produktion in seiner Fabrik in Grünheide an mehreren Tagen im Juni zu stoppen, um „Prozesse zu optimieren“. Diese Maßnahme folgt auf ähnliche Produktionspausen im Mai. Zusätzlich plant Tesla einen weltweiten Abbau von etwa zehn Prozent der Belegschaft.

Auch in den USA hat Tesla bereits mehrfach die Preise gesenkt, um die Nachfrage anzukurbeln. Bei einigen Luxusmodellen wurden Preisnachlässe von bis zu 20.000 Dollar gewährt. Trotz dieser Maßnahmen zeigt sich der Erfolg bisher nur begrenzt. Die Aktie des Unternehmens ist seit Jahresbeginn um fast 30 Prozent gefallen.

Die aktuelle Situation steht im Widerspruch zu den ursprünglichen Plänen von Elon Musk, die Produktion in Grünheide auf eine Million Fahrzeuge pro Jahr zu verdoppeln. Berichte über Probleme mit den Fahrzeugen, wie ungewollte Beschleunigungen oder plötzliches Abbremsen, sowie anhaltende rechtliche Auseinandersetzungen könnten ebenfalls eine Rolle bei den schwachen Verkaufszahlen spielen. Tesla steht vor der Herausforderung, trotz dieser Widrigkeiten die Nachfrage nach seinen Fahrzeugen zu steigern und seine Marktposition zu behaupten.

Tesla

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