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Tesla-Leerverkauf geglückt: Trader nimmt jetzt Palantir ins Visier

Nach einem erfolgreichen Short-Trade gegen Tesla richtet ein Trader seinen Blick auf Palantir – kurz vor den Quartalszahlen am 3. August.

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Tesla-Leerverkauf geglückt: Trader nimmt jetzt Palantir ins Visier

Ein Trader, der im Vorfeld der Tesla-Quartalszahlen auf fallende Kurse gesetzt hatte, hat mit seiner bärischen Strategie den Großteil des möglichen Gewinns eingefahren. Nun stellt sich die Frage: Gewinne mitnehmen oder das gleiche Playbook gegen einen anderen Titel anwenden? Der Blick fällt dabei auf Palantir, das am 3. August seinen Quartalsbericht vorlegt.

Im Vorfeld des Tesla-Berichts hatte der Trader argumentiert, dass die Risiken nach unten gerichtet seien. Als Indiz dafür galt, dass ein Übertreffen der Auslieferungszahlen mit Verkäufen quittiert wurde – ein klassisches Zeichen für „perfekt eingepreiste" Erwartungen. Die Zahlen bestätigten die bärische These: Zwar übertraf der Umsatz von 28,2 Milliarden US-Dollar die Erwartungen deutlich und stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent, doch der bereinigte Gewinn je Aktie von 34 Cent verfehlte den Konsens von 50 Cent erheblich.

Hinzu kamen weitere belastende Faktoren: Die operative Marge sank auf 1,4 Prozent, und ein Anstieg der Investitionsausgaben um 142 Prozent ließ den freien Cashflow ins Negative drehen. In Kombination mit enttäuschenden Gewinnzahlen und erneuten Vertröstungen beim Thema Robotaxi – laut dem Trader ein bekanntes Muster bei Tesla – rutschte die Aktie am Donnerstag um rund 14,5 Prozent ab und schloss nahe dem angestrebten Kursziel des Trades.

Zwei Wege nach dem erfolgreichen Trade

Wenn eine Position aufgeht, stellt sich für jeden Trader die entscheidende Folgefrage. Der Trader skizziert zwei vernünftige Pfade: Erstens, die gesamte Position schließen und den Gewinn verbuchen. Dafür spricht die alte Börsenweisheit: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand verarmt." Zweitens, den Großteil sichern und mit einem Teil der Gewinne – dem sogenannten „Geld des Hauses" – einen ähnlichen Trade bei einem anderen Titel eingehen.

Konkret empfiehlt der Trader für den ersten Schritt, den TSLA August 360/330 Put-Spread zu verkaufen und dabei rund 23 US-Dollar einzustreichen – deutlich mehr als das Doppelte des ursprünglichen Einstiegspreises. Für diejenigen, die nachlegen möchten, schlägt er den Kauf eines PLTR August 21 $120/$95 Put-Spreads für rund 6,50 US-Dollar vor, finanziert aus den Tesla-Erlösen.

Palantir: Bewundert, aber anfällig?

Palantir bezeichnet der Trader ausdrücklich als „bemerkenswertes Unternehmen" und einen seiner Favoriten. Dennoch sieht er im Vorfeld der Zahlen mehrere Gegenargumente, die eine erhöhte Anfälligkeit für Enttäuschungen signalisieren. Das erklärte Ziel, den Umsatz zu verzehnfachen, ohne den Vertrieb auszubauen, sei „gelinde gesagt ambitioniert".

Weitere Risikofaktoren, die der Trader anführt:

  • Verschärfter Wettbewerb unter LLM-Anbietern
  • Unternehmenskunden streben zunehmend nach direktem Einsatz von Large Language Models ohne Vermittlerplattform
  • Einschränkungen bei internationalen Verkäufen durch Bevorzugung lokaler Anbieter bei sicherheitsrelevanten Themen
  • Verlangsamung des Wachstums im kommerziellen Auftragsbestand auf 12 Prozent im ersten Quartal, nach 21 Prozent im vierten Quartal 2025

Dazu kommt die Bewertungsfrage: Selbst nach jüngsten Kursrückgängen wird Palantir mit einem erheblichen Aufschlag gegenüber seiner Software-Peergroup gehandelt und liegt weit über dem eigenen historischen EV/Umsatz-Durchschnitt.

Optionsmarkt signalisiert hohe Bewegungserwartung

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die historische Kursdynamik rund um Palantirs Quartalszahlen. Die durchschnittliche Kursbewegung von einer Woche vor den Zahlen bis zwei Wochen danach beträgt laut dem Trader rund 26 Prozent. Der Optionsmarkt preist aktuell eine eintägige Bewegung nach den Zahlen von 9,5 Prozent ein – mehr als in den vergangenen vier Quartalen, aber deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von über 14 Prozent.

Der maximale Gewinn des vorgeschlagenen Put-Spreads entspricht der Breite des 25-Dollar-Spreads abzüglich des gezahlten Betrags – und wird dann erzielt, wenn Palantir bei Verfall bei oder unter 95 US-Dollar schließt. Das entspräche einem Rückgang von rund 23 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau, was dem historischen Drei-Wochen-Fenster rund um die Quartalszahlen entspricht. Das Risiko ist dabei auf den gezahlten Betrag begrenzt.

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