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Tesla-Auslieferungen gingen zum Jahresende deutlich zurück

Wegfall von Förderungen und wachsender Wettbewerb belasten das Jahresendgeschäft

Tesla-Auslieferungen gingen zum Jahresende deutlich zurück

Der Elektroautobauer Tesla hatte zum Jahresende einen erneuten Rückgang seiner Auslieferungen verzeichnet. Marktbeobachter hatten für das vierte Quartal einen deutlichen Dämpfer erwartet, nachdem der Wegfall von US-Steuergutschriften und der zunehmende Wettbewerb im globalen Elektroautomarkt die Nachfrage belastet hatten. Dies geschah trotz der Einführung günstigerer Varianten der meistverkauften Modelle, mit denen das Unternehmen gegenzusteuern versucht hatte.

Bereits in den ersten beiden Quartalen des Jahres waren die Verkäufe deutlich eingebrochen. Damals hatte sich der Konzernchef wegen politischer Äußerungen mit Kritik konfrontiert gesehen, was sich negativ auf die Kaufbereitschaft ausgewirkt hatte. Im dritten Quartal war es zwar zu einer temporären Belebung gekommen, da viele Kunden noch vor dem Auslaufen staatlicher Förderungen im September zugegriffen hatten. Dieser Effekt hatte sich jedoch als kurzlebig erwiesen, sodass sich der Abwärtstrend zum Jahresende fortgesetzt hatte.

Im Oktober hatte Tesla abgespeckte Versionen des Model Y und des Model 3 unter der Bezeichnung „Standard“ auf den Markt gebracht. Diese Fahrzeuge hatten preislich rund 5.000 US-Dollar unter den bisherigen Basismodellen gelegen. Dennoch war der Druck hoch geblieben, da etablierte Hersteller wie Chevrolet und Ford angekündigt hatten, in den kommenden Jahren mit erschwinglichen Elektrofahrzeugen in den Markt zu drängen. Besonders in Europa und Asien hatte sich die Konkurrenz zusätzlich durch chinesische Anbieter verschärft.

Analysten waren davon ausgegangen, dass Tesla im Dezemberquartal rund 432.800 Fahrzeuge ausgeliefert hatte, was einem Rückgang von etwa 13 Prozent im Jahresvergleich entsprach. Eine weitere Analystengruppe hatte sogar mit einem Minus von rund 15 Prozent gerechnet. Für das Gesamtjahr war mit etwa 1,65 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen gerechnet worden, was einem Rückgang von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach und den zweiten jährlichen Rückgang in Folge markiert hatte. Besonders Nordamerika und Europa hatten dabei als Haupttreiber der Schwäche gegolten.

Trotz der rückläufigen Auslieferungen hatte sich die Aktie robust gezeigt. Der Kurs hatte im Jahresverlauf deutlich zugelegt, was auch auf Erwartungen rund um neue Geschäftsfelder zurückgeführt worden war. Investoren hatten verstärkt auf die angekündigte Ausrichtung auf Robotaxis, humanoide Roboter und Fortschritte beim autonomen Fahren gesetzt. Gleichzeitig war das Kerngeschäft mit Elektrofahrzeugen die wichtigste Einnahmequelle geblieben.

Zusätzliche Aufmerksamkeit hatte das Unternehmen zuletzt durch juristische und vergütungspolitische Entwicklungen rund um den Konzernchef erhalten. Eine gerichtliche Entscheidung hatte den Weg für die Rückkehr eines zuvor blockierten Vergütungspakets geebnet. Zudem hatten die Aktionäre einem neuen, langfristig angelegten Vergütungsmodell zugestimmt, das ambitionierte Ziele wie eine massive Steigerung der Fahrzeugauslieferungen sowie Erfolge bei neuen Technologien vorgesehen hatte.

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