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Tesla-Aktionäre stimmen über Musks Milliarden-Vergütung ab

Entscheidung beeinflusst Unternehmensführung und mögliche Kursentwicklung der Tesla-Aktie

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Tesla-Aktionäre stimmen über Musks Milliarden-Vergütung ab

In San Francisco und Düsseldorf wird am Donnerstag auf der Tesla-Hauptversammlung in Austin, Texas, eine entscheidende Abstimmung über ein Vergütungspaket für Elon Musk im Wert von 56 Milliarden Dollar stattfinden. Die Aktionäre sollen darüber entscheiden, ob der Tesla-Chef das ihm 2018 zugesprochene Vergütungspaket erhält, was seinen Anteil an Tesla von derzeit 13 auf 25 Prozent erhöhen würde. Musk hatte bereits angekündigt, sich teilweise von Tesla zurückzuziehen, sollte er nicht die Aktienoptionen erhalten. Er betonte, dass er nur mit einem solchen Anteil Tesla zu einem führenden Robotik- und KI-Unternehmen ausbauen könne.

Viele institutionelle Anleger, darunter die einflussreichen Stimmrechtsberater Glass Lewis und ISS, sind jedoch gegen das Vergütungspaket. Glass Lewis bezeichnete die Entlohnung als „exzessiv“ und kritisierte, dass Musk in mehreren Unternehmen gleichzeitig tätig sei. Die zur Abstimmung stehenden Aktienoptionen wurden Musk bereits 2018 zugesprochen und sollten in mehreren Tranchen ausgezahlt werden, wobei sie an verschiedene damals unwahrscheinlich klingende Bedingungen wie eine Marktkapitalisierung von 650 Milliarden Dollar gebunden waren. Tesla hat diese Bedingungen mittlerweile erfüllt.

Ein Gericht hat jedoch das Vergütungspaket in Höhe von 56 Milliarden Dollar vor einigen Monaten gekippt, nachdem ein Privatanleger erfolgreich dagegen geklagt hatte. Die US-Bundesrichterin Kathaleen McCormick erklärte in Delaware, dass die Aktionärsabstimmung 2018 „völlig mangelhaft“ durchgeführt worden sei und einige Verwaltungsratsmitglieder fälschlicherweise als „unabhängig“ bezeichnet worden seien. Zusätzlich klagt der Pensionsfonds des US-Bundesstaats Rhode Island gegen Musk und fordert die Rückzahlung von „unrechtmäßigen Gewinnen“ in Milliardenhöhe, die Musk durch den Verkauf von Tesla-Aktien unter Nutzung von Insiderinformationen erzielt haben soll.

Zwischen Ende 2021 und Ende 2022 sollen Elon Musk und sein Bruder Kimbal, ein Direktor von Tesla, Aktien im Gesamtwert von 30 Milliarden Dollar verkauft haben, bevor Nachrichten bekannt wurden, die den Aktienkurs senkten. Musk soll dabei seinen Plan, mit dem Erlös die Social-Media-Plattform Twitter zu erwerben, verheimlicht haben. Tesla und Musk reagierten zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters.

Robyn Denholm, die Vorsitzende des Verwaltungsrats von Tesla, schrieb in einem Brief an die Aktionäre, dass man Musk motivieren müsse, „seine Energie, Ambition und Vision“ weiter einzusetzen, indem man ihm die Aktien zuspreche. Musk benötigt für sein Vergütungspaket mehr als 50 Prozent der Aktionärsstimmen, wobei Privatanleger eine große Rolle spielen, da sie 44 Prozent der Aktien besitzen. Analysten wie Dan Ives von Wedbush und Dan Levy von Barclays gehen von einem Erfolg Musks aus. Sollte die Abstimmung jedoch negativ ausfallen, könnte die Tesla-Aktie einbrechen und der Verwaltungsrat müsste möglicherweise ein neues, teureres Entlohnungsprogramm vorschlagen.

Musk betonte, dass es ihm nicht um das Geld gehe, sondern um eine gewisse Kontrolle über das Unternehmen. Ein Anteil von einem Viertel sei genug, um Einfluss zu nehmen, aber nicht so groß, um nicht überstimmt zu werden. Knackpunkt ist für Musk der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Er vertritt die Ansicht, dass KI intelligenter sei als Menschen und eine Gefahr darstellen könne, weshalb die Kontrolle klar geregelt sein müsse. Tesla arbeitet seit Jahren an einem autonomen Fahrsystem sowie dem Roboter „Optimus“, von dem jetzt zwei in der Fabrik eingesetzt werden. Vor etwa einem Jahr gründete Musk das KI-Unternehmen xAI.

Elon Musk

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