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Tesla-Absturz in Großbritannien: Verkäufe brechen um 57 Prozent ein

Chinesische Konkurrenten wie BYD überholen den US-Elektroautobauer im britischen Markt deutlich.

Tesla-Absturz in Großbritannien: Verkäufe brechen um 57 Prozent ein

Tesla verzeichnet im Januar 2026 einen dramatischen Einbruch auf dem britischen Automobilmarkt. Mit nur 647 verkauften Fahrzeugen brach der Absatz des US-Elektroautobauers um 57 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein, wie das Analysehaus New Automotive mitteilte. Damit verzeichnete Tesla den stärksten Rückgang unter allen großen Herstellern – und das in einem Markt, in dem batterieelektrische Fahrzeuge insgesamt nur um 6,4 Prozent zurückgingen.

Der drastische Verkaufsrückgang steht im scharfen Kontrast zur Entwicklung chinesischer Wettbewerber. BYD konnte seinen Absatz im gleichen Zeitraum um fast 21 Prozent auf 1.326 Einheiten steigern und überholte Tesla damit deutlich. Auch die britische Marke MG, die zum chinesischen SAIC-Konzern gehört, gewinnt kontinuierlich Marktanteile hinzu.

Marktbeobachter führen Teslas Schwierigkeiten auf mehrere Faktoren zurück. Die veraltete Modellpalette des Unternehmens kann mit der innovativen Konkurrenz aus China kaum noch mithalten. Zwar führte Tesla günstigere Varianten des Model Y und Model 3 ein, um den Absatz anzukurbeln, doch die Maßnahmen zeigten bislang wenig Wirkung.

Politische Kontroversen belasten Marke

Zusätzlich belasten die politischen Äußerungen von CEO Elon Musk das Markenimage in Europa. Seine öffentliche Unterstützung rechtsextremer Persönlichkeiten führt zu Marktanteilsverlusten in mehreren europäischen Ländern, wie Branchenexperten berichten.

Überraschend erfolgreich präsentierte sich dagegen Ford auf dem britischen Elektroautomarkt. Der US-Konkurrent konnte seinen Absatz im Januar auf 2.271 Einheiten mehr als verdoppeln und führt damit das Segment der batterieelektrischen Fahrzeuge in Großbritannien an.

Gesamtmarkt unter Druck

Der britische Automobilmarkt insgesamt steht unter Druck. Die Pkw-Neuzulassungen über alle Antriebsarten hinweg sanken im Januar um 4,6 Prozent auf 133.571 Fahrzeuge. Dennoch zeigt sich ein klarer Trend: "Britische Verbraucher tendieren weiterhin zu Fahrzeugen mit Stecker und weg von solchen ohne", erklärte Tanya Sinclair, CEO von Electric Vehicles UK.

Experten warnen allerdings vor voreiligen Schlüssen aus den Monatszahlen. Die Verkaufszahlen für batterieelektrische Fahrzeuge seien besonders volatil, insbesondere nach einem ungewöhnlich starken Dezember. Hersteller steuern zu Jahresbeginn typischerweise ihren Produktmix und passen ihre Strategie an regulatorische Vorgaben an, so Sinclair.

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