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Telekom warnt vor gefälschten Rechnungsmails

Betrüger kombinieren echte Mitteilungen mit Fälschungen, um sensible Kundendaten zu stehlen

Telekom warnt vor gefälschten Rechnungsmails

Betrüger nutzen derzeit den Namen der Deutschen Telekom, um Kunden mit täuschend echt wirkenden E-Mails in die Falle zu locken. Das Unternehmen hat daher auf seiner Startseite eine deutliche Warnung veröffentlicht und rät, verdächtige Nachrichten sofort zu löschen. Nach Angaben des Konzerns gehen die Angreifer dabei besonders geschickt vor, indem sie echte und gefälschte Nachrichten miteinander kombinieren, um Vertrauen zu erwecken und sensible Daten zu erbeuten.

Das Vorgehen der Täter folgt einem klaren Muster. Zunächst wird mit der E-Mail-Adresse des Opfers eine Passwort-Wiederherstellung ausgelöst, die tatsächlich eine echte Mail der Telekom nach sich zieht. Kurz darauf erhalten die Betroffenen eine weitere Nachricht, die vermeintlich ebenfalls von der Telekom stammt. In dieser wird eine angebliche Rechnung über 160 Euro angekündigt, verbunden mit der Aufforderung, auf einen Link zu klicken und Zugangsdaten einzugeben. Durch den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen echter und gefälschter Nachricht entsteht leicht der Eindruck, die E-Mail sei legitim.

Die Deutsche Telekom betont, dass sie mit diesen Mails nichts zu tun habe und empfiehlt, derartige Nachrichten konsequent zu löschen. Kunden sollten grundsätzlich keine Links in verdächtigen E-Mails öffnen und stattdessen ihre Angelegenheiten direkt über die offizielle Telekom-Webseite erledigen. Auch Varianten solcher betrügerischen Schreiben, in denen etwa angebliche Sicherheitswarnungen ausgesprochen werden, seien mit Vorsicht zu behandeln. Ziel der Angreifer ist es, persönliche Daten und Passwörter abzugreifen, um diese anschließend missbräuchlich zu verwenden.

Wer hinter den aktuellen Betrugsversuchen steckt, ist bislang unklar. Phishing-Angriffe dieser Art treten jedoch regelmäßig auf, und große Unternehmen wie die Deutsche Telekom werden aufgrund ihrer hohen Reichweite immer wieder als Lockmittel missbraucht. Der Konzern kann sich dagegen nur begrenzt schützen und setzt daher vor allem auf die Aufklärung seiner Kunden. Durch wiederholte Hinweise soll das Bewusstsein für derartige Bedrohungen geschärft werden.

An der Börse zeigen sich die Auswirkungen der Betrugswarnung bislang gering. Die Telekom-Aktie hat sich in den vergangenen Wochen stabil entwickelt und zuletzt ein Plus von rund 2,5 Prozent verzeichnet. Mit einem Kurs von 29,82 Euro rückte sie näher an die psychologisch wichtige 30-Euro-Marke heran. Belastend wirken nach wie vor die verhaltene Geschäftsentwicklung auf dem deutschen Markt sowie die nachlassende Dynamik der US-Tochter T-Mobile, die in den letzten Jahren als Wachstumstreiber gegolten hatte.

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