ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Telefonica rutscht durch Abschreibungen in die Verlustzone

Kundenwachstum in Deutschland, Rückzug und Stellenabbau in Lateinamerika belasten Konzernstrategie

 Telefonica rutscht durch Abschreibungen in die Verlustzone

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica hat im ersten Quartal des Jahres einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Euro verzeichnet. Hauptursache dafür waren Abschreibungen auf die verkauften Beteiligungen in Argentinien und Peru. Zusätzlich belasteten ungünstige Wechselkurseffekte die Konzernbilanz. Trotz des Verlustes äußerte sich der operative Geschäftschef Emilio Gayo zuversichtlich hinsichtlich der Gesamtjahresziele und kündigte an, in der zweiten Jahreshälfte Ergebnisse zur strategischen Neuausrichtung vorstellen zu wollen.

Im deutschen Markt konnte Telefonica das Kundenwachstum ausbauen. Im ersten Quartal wurden 164.000 neue Verträge abgeschlossen. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde blieb trotz eines anhaltenden Preiskampfs stabil. Gleichzeitig wirkten sich der Wegfall der 1&1-Kunden und das Ende der langjährigen Partnerschaft mit der Mobilfunk-Tochter von United Internet negativ auf den Umsatz aus. Die Gesamterlöse im deutschen Markt sanken dadurch um zwei Prozent auf 2,06 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis reduzierte sich um 2,2 Prozent auf 629 Millionen Euro. 1&1 nutzt inzwischen die Infrastruktur von Vodafone in Regionen ohne eigenes Netz.

Telefonica verfolgt weiterhin eine Strategie des Rückzugs aus wirtschaftlich unsicheren Märkten in Lateinamerika. Schon in den vergangenen Quartalen hatten Abschreibungen aus dieser Region die Geschäftsergebnisse belastet. Ohne die aktuellen Sonderbelastungen hätte der Konzern im ersten Quartal einen Gewinn von 427 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz auf Konzernebene sank im Jahresvergleich um 2,9 Prozent auf 9,22 Milliarden Euro. Der operative Gewinn verringerte sich um 4,2 Prozent auf 3,01 Milliarden Euro. Analysten hatten höhere Werte erwartet.

Parallel zum Rückzug aus bestimmten Märkten verfolgt Telefonica einen Sparkurs, der auch Stellenstreichungen umfasst. Bereits im vergangenen Jahr wurden rund 3400 Arbeitsplätze abgebaut. Medienberichten zufolge könnten in nächster Zeit zusätzlich 4000 bis 5000 der insgesamt rund 100.000 Stellen wegfallen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Effizienz zu steigern und die wirtschaftliche Basis des Konzerns zu festigen.

TelefónicaTelekommunikationFinanzenGewinneinbruch

Disclaimer