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Tech-Giganten steigen ins Energiegeschäft ein: Google kauft Stromproduzent

Der Energiehunger von KI-Rechenzentren zwingt Technologiekonzerne zum Umdenken. Google übernimmt erstmals einen Energieentwickler, Amazon und Meta investieren massiv in Atomkraft-Projekte.

Tech-Giganten steigen ins Energiegeschäft ein: Google kauft Stromproduzent

Die großen Technologiekonzerne warten nicht länger auf externe Energieversorger. Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren hat das bestehende Stromnetz an seine Grenzen gebracht – und zwingt die Tech-Giganten nun, selbst in die Energieerzeugung einzusteigen.

Google wagt den Vorstoß

In einem Präzedenzfall hat die Google-Mutter Alphabet im vergangenen Monat den Entwickler erneuerbarer Energien Intersect Power für 4,75 Milliarden Dollar übernommen, zuzüglich der Übernahme von Schulden. Es ist das erste Mal, dass ein Technologiekonzern einen Energieentwickler vollständig in die eigene Organisation integriert. Die Transaktion überraschte die Energiebranche, die bisher davon ausging, dass Tech-Unternehmen die Energieentwicklung auslagern würden.

Amazon setzt auf Solar und Atomkraft

Amazon verfolgt eine ähnliche Strategie. Der E-Commerce-Riese steht kurz vor dem Erwerb eines 1,2-Gigawatt-Solarprojekts mit Batteriespeicher in Oregon, das das Unternehmen kürzlich in einer Insolvenzauktion gewonnen hat. Bereits 2024 finanzierte Amazon die Frühentwicklung eines Projekts für kleine modulare Reaktoren des Unternehmens X-Energy und hält dort auch eine Kapitalbeteiligung.

Meta investiert in Atomenergie

Auch Meta steigt ins Energiegeschäft ein. Das Unternehmen gab vergangene Woche bekannt, die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren von Oklo und TerraPower zu finanzieren. Diese neuen Atomkraftwerke sollen künftig den enormen Strombedarf der KI-Rechenzentren decken.

Energiehunger der KI treibt Wandel

Der Grund für diesen strategischen Wandel ist der enorme Energiebedarf künstlicher Intelligenz. KI-Systeme verbrauchen weitaus mehr Strom als herkömmliche Server und andere Computerhardware. Neue Energieerzeugungsanlagen entstehen jedoch nicht über Nacht – eine Zeitspanne, die die Tech-Konzerne nicht länger akzeptieren wollen.

Höhere Risiken für Tech-Konzerne

Mit dem direkten Einstieg ins Energiegeschäft übernehmen die Technologiekonzerne allerdings auch deutlich höhere Vorabrisiken. Prashant Khorana, Director of Power and Renewables Consulting bei Wood Mackenzie, betont: "Der Markt ging stets davon aus, dass Tech-Unternehmen dies auslagern würden, da die Entwicklung zu kleinteilig ist, ähnlich wie im Immobiliengeschäft."

Die Unternehmen, die bisher vor allem für Werbeklicks und Social-Media-Likes bekannt waren, müssen sich nun in einem völlig neuen Geschäftsfeld beweisen – mit allen damit verbundenen regulatorischen und technischen Herausforderungen.

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