Tech-Giganten setzen auf Künstliche Intelligenz
Microsoft und Meta investieren Milliarden trotz wachsender Konkurrenz aus China

Microsoft und Meta haben mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Beide Unternehmen verzeichnen deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen und investieren Milliardenbeträge in den Bereich der künstlichen Intelligenz. Die zunehmende Konkurrenz aus China, insbesondere durch das aufstrebende KI-Unternehmen DeepSeek, hat die Diskussion um die Sinnhaftigkeit hoher Investitionen in KI-Infrastruktur neu entfacht. Trotz der Herausforderung durch DeepSeek halten Microsoft und Meta an ihren Expansionsplänen fest.
Meta verzeichnete im vierten Quartal einen Umsatz von 48,4 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Gewinn lag bei 20,8 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2025 plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar in den Bereichen künstliche Intelligenz und erweiterte Realität. CEO Mark Zuckerberg kündigte an, dass Meta bis Ende des Jahres über 1,3 Millionen KI-Beschleuniger verfügen werde. Zudem bekräftigte er seine Strategie, die eigenen KI-Modelle als Open-Source-KI der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Laut Zuckerberg sei dies der richtige Weg, um weltweit eine führende KI-Assistenzlösung zu etablieren.
Gleichzeitig verteidigte Zuckerberg die Entscheidung, in den USA zunächst auf Faktenchecks zu verzichten. Er vertritt die Auffassung, dass es effizienter sei, wenn die Facebook-Nutzer selbst darauf achten, welche Inhalte glaubwürdig sind. Kritiker befürchten negative Auswirkungen auf die Werbeeinnahmen, da Werbekunden eine Platzierung ihrer Anzeigen neben polarisierenden oder irreführenden Inhalten vermeiden wollen. Laut Zuckerberg hat sich diese Entscheidung bisher nicht negativ auf die Erlöse des Unternehmens ausgewirkt.
Auch Microsoft übertraf mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen. Der Umsatz des Softwarekonzerns stieg im vierten Quartal um zwölf Prozent auf 69,6 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn um zehn Prozent auf 24 Milliarden US-Dollar zulegte. Microsoft-CEO Satya Nadella betonte, dass das KI-Geschäft des Unternehmens bereits jetzt einen Jahresumsatz von 13 Milliarden US-Dollar generiere, was einem Zuwachs von 175 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nadella sieht in kosteneffizienteren Modellen wie DeepSeek eine Chance für Microsofts Cloud-Plattform, da das Unternehmen seinen Kunden so mehr KI-Lösungen anbieten könne.
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Zur AktienanalyseDennoch rutschte die Microsoft-Aktie im nachbörslichen Handel um bis zu fünf Prozent ab. Der Grund dafür lag im stagnierenden Wachstum der Cloud-Sparte. Während der Umsatz in diesem Bereich um 31 Prozent stieg, blieb das Wachstum hinter den Erwartungen zurück. Im vorherigen Quartal hatte der Anstieg noch bei 33 Prozent gelegen. Investoren hatten eine stärkere Entwicklung prognostiziert, was sich in der Reaktion des Marktes widerspiegelte.


