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Tech-Aktien erholen sich: Nasdaq steigt nach Feiertags-Ausverkauf

Nach zwei Verlusttagen vor dem 4. Juli dreht der Nasdaq Composite am Montag ins Plus und zieht die Wall Street mit sich.

Tech-Aktien erholen sich: Nasdaq steigt nach Feiertags-Ausverkauf

Der Nasdaq Composite hat sich am Montag von seinem jüngsten Ausverkauf erholt und 1,1 % zugelegt. Damit beendete der technologielastige Index eine schwache Phase, die ihn in der verkürzten Handelswoche vor dem amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli mit zwei Verlusttagen belastet hatte. Auch die anderen großen US-Indizes schlossen sich der Erholung an.

Der S&P 500 gewann 0,7 %, während der Dow Jones Industrial Average 155 Punkte oder 0,3 % zulegte. Die Marktstimmung hellte sich damit zum Wochenauftakt spürbar auf, nachdem Technologiewerte zuletzt unter Druck gestanden hatten.

SpaceX vor Aufnahme in den Nasdaq-100

Ein besonderes Augenmerk der Anleger lag am Montag auf SpaceX. Der erst kürzlich an die Börse gegangene Raumfahrtkonzern soll am Dienstag dank neuer Fast-Track-Regeln in den Nasdaq-100 aufgenommen werden – den Index der 100 größten börsennotierten Unternehmen an der Nasdaq. Die Erwartung, dass Indexfonds daraufhin mit Käufen beginnen würden, stützte die Aktie zum Handelsschluss etwas. Dennoch beendete das Papier den Tag mit einem Minus von rund 1 %, nachdem es am späten Nachmittag zeitweise um mehr als 3 % gefallen war.

Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix senkte derweil das Ziel für sein geplantes US-Aktienangebot. Das Unternehmen plant nun, in den kommenden Tagen bei einem US-Börsengang 28 Milliarden US-Dollar einzunehmen – etwas weniger als ursprünglich angestrebt, was auf einen jüngsten Kursrückgang zurückzuführen ist. Zusätzlich wird das Ergebnis-Update von Samsung Electronics am Dienstag mit Spannung erwartet, was den Halbleitersektor weiter in den Fokus rückt.

Fed-Gouverneur Waller sieht veränderte Risikolage

Für Aufmerksamkeit sorgte auch eine Aussage von Christopher Waller, Gouverneur der US-Notenbank Federal Reserve. Er erklärte am Montag, dass sich der US-Arbeitsmarkt zwar „zu stabilisieren scheint", die „Inflation jedoch an Fahrt gewonnen hat". Dies stellt eine Umkehrung der Lage im Vorjahr dar, als Waller sich noch für Zinssenkungen ausgesprochen hatte. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen am Montag leicht an und legten damit den fünften Handelstag in Folge zu – ein Zeichen dafür, dass die Märkte die veränderte Tonlage der Fed registrieren.

Ölpreise unter Druck durch OPEC+-Entscheidung

Am Rohstoffmarkt setzten die Ölpreise ihren Rückgang fort. Brent-Rohöl-Futures fielen um 0,2 % auf rund 72 US-Dollar pro Barrel und bewegten sich damit auf dem Niveau von vor dem jüngsten geopolitischen Konflikt. Hintergrund ist eine Ankündigung mehrerer OPEC+-Mitglieder vom Sonntag, die Produktion im August zu erhöhen. Einige Analysten warnen nun vor einem potenziellen globalen Überangebot an Rohöl, auch wenn Versandrisiken und ungelöste Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin bestehen bleiben.

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