Tata Power: Quartalsgewinn bricht um 25 Prozent ein
Indiens größter privater Energieversorger leidet unter Stilllegung des Mundra-Kraftwerks und schwacher Stromnachfrage.

Der indische Energiekonzern Tata Power hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der konsolidierte Nettogewinn sank um 25 Prozent auf 7,72 Milliarden Rupien (85,36 Millionen US-Dollar), verglichen mit 10,31 Milliarden Rupien im Vorjahreszeitraum. Der operative Umsatz fiel um 9,4 Prozent auf 139,48 Milliarden Rupien.
Besonders drastisch entwickelte sich das Segment Wärme- und Wasserkraft mit einem Umsatzeinbruch von fast 59 Prozent. Dagegen zeigten sich die Geschäftsbereiche erneuerbare Energien und Übertragung robust: Die Einnahmen stiegen um 78,3 Prozent beziehungsweise 8,8 Prozent. Diese Verschiebung spiegelt den Transformationsprozess des Unternehmens wider.
Mundra-Kraftwerk außer Betrieb
Die schwache Stromerzeugung ist hauptsächlich auf die anhaltende Stilllegung des Mundra-Kraftwerks in Gujarat zurückzuführen, das seit Juni 2025 nicht mehr in Betrieb ist. Analysten von Elara Securities führen die gedämpfte Performance im dritten Quartal direkt auf diesen Ausfall zurück. Das Kraftwerk war bereits im zweiten Quartal außer Betrieb gegangen, nachdem das indische Energieministerium Subventionen und Erstattungszahlungen für Kraftwerke auf Basis importierter Kohle nicht verlängert hatte.
Schwache Nachfrage belastet Sektor
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Zur AktienanalyseDie gesamte Stromnachfrage in Indien sank im dritten Quartal um 0,4 Prozent. Ungewöhnliche Regenfälle im Oktober und niedrigere Temperaturen dämpften den Energiebedarf, wie Analysten von Nuvama berichten. Die kohlebefeuerte Stromerzeugung des Landes fiel im Oktober im schnellsten Tempo seit Juni 2020, als die COVID-19-Pandemie zu einem landesweiten Lockdown führte. Im November setzte sich dieser Trend mit einem Rückgang von 5,8 Prozent fort.
Für Tata Power bedeutet die Entwicklung eine doppelte Herausforderung: Während das Unternehmen den Übergang zu erneuerbaren Energien vorantreibt, belasten die Stilllegung konventioneller Kapazitäten und die schwache Gesamtnachfrage die Finanzergebnisse kurzfristig erheblich.


