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Target streicht 500 Stellen für mehr Filialpersonal

Die US-Einzelhandelskette Target Corporation (NYSE:TGT) baut rund 500 Arbeitsplätze in Logistikzentren und Regionalbüros ab, um stattdessen mehr Personal in den Filialen einzusetzen. Die Umstrukturierung erfolgt als Reaktion auf Kundenbeschwerden über lee

Target streicht 500 Stellen für mehr Filialpersonal

Die US-Einzelhandelskette Target Corporation (NYSE:TGT) vollzieht einen strategischen Kurswechsel: Der Konzern streicht etwa 500 Stellen in der Verwaltung und Logistik, um die eingesparten Mittel in das Filialpersonal zu investieren. Laut einem Bericht von CNBC, der sich auf eine interne E-Mail beruft, reagiert das Unternehmen damit auf wachsende Kundenunzufriedenheit und stagnierende Umsätze.

Fokus auf Kundenerlebnis

Von den Stellenstreichungen sind rund 100 Positionen auf Bezirksebene sowie 400 Arbeitsplätze in verschiedenen Logistikzentren der Lieferkette betroffen. Die Einsparungen sollen vollständig in zusätzliches Personal und mehr Arbeitsstunden in den knapp 2.000 Filialen fließen. "Diese Änderung stärkt unsere Fähigkeit, deutlich mehr Mittel für Personal in unseren Filialen bereitzustellen – primär für zusätzliche Arbeitskräfte dort, wo sie am dringendsten benötigt werden", heißt es in dem internen Schreiben.

Reaktion auf Kundenkritik

Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Beschwerden von Kunden über vergriffene Artikel und überlange Warteschlangen an den Kassen. Target, einst bekannt für sein "Cheap Chic"-Konzept – stilvolle Produkte zu erschwinglichen Preisen –, kämpft seit vier Jahren mit stagnierenden Jahresumsätzen. Die Maßnahme zeigt, dass das Unternehmen die Probleme im operativen Geschäft erkannt hat und gegensteuert.

Neuer CEO unter Druck

Für den neuen CEO Michael Fiddelke, der die Spitzenposition erst Anfang Februar 2025 übernommen hat, markiert dieser Schritt eine bedeutende frühe Weichenstellung. Fiddelke war zuvor als Finanzvorstand (CFO) und Chief Operating Officer (COO) bei Target tätig und kennt das Unternehmen von innen. Nun steht er vor der Herausforderung, den Einzelhändler wieder zu alter Stärke zu führen und das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

Verschlankung der Verwaltung

Zusätzlich plant Target, die Anzahl der Filialbezirke zu reduzieren, die die Standorte beaufsichtigen. Diese Verschlankung der Verwaltungsstruktur soll nicht nur Kosten sparen, sondern auch Entscheidungswege verkürzen und die Organisation agiler machen. Die Börse reagierte auf die Nachricht zunächst gelassen – die Target-Aktie notierte nach Bekanntwerden der Pläne nahezu unverändert.

Bedeutung für den deutschen Markt

Obwohl Target ausschließlich in den USA tätig ist, zeigt die Entwicklung einen Trend, der auch für deutsche Einzelhändler relevant ist: Der Wettbewerb durch Online-Händler zwingt stationäre Geschäfte, das Einkaufserlebnis vor Ort deutlich zu verbessern. Gut geschultes, verfügbares Personal und volle Regale werden wieder zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber dem E-Commerce.

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