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Taco Bell kämpft nach Cyclospora-Ausbruch um Kundenvertrauen

Mit Rabatten und Sonderangeboten will Taco Bell verlorene Kunden zurückgewinnen, nachdem ein Parasitenausbruch die Umsätze belastete.

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Taco Bell kämpft nach Cyclospora-Ausbruch um Kundenvertrauen

Taco Bell hat einen konkreten Strategieplan vorgelegt, um Kunden nach einem Cyclospora-Ausbruch zurückzugewinnen. Der Parasitenausbruch wurde mit dem in den Restaurants servierten Salat in Verbindung gebracht und hat das Image der Fast-Food-Kette erheblich beschädigt. Die Maßnahmen umfassen unter anderem Mexican Pizzas für einen Dollar sowie zeitlich begrenzte Angebote wie Butter-Chicken-Tacos.

Die Gesundheitsbehörden ordneten den Ausbruch von Cyclospora-Infektionen dem Agrarkonzern Taylor Farms zu. Dennoch wurde Taco Bell durch Berichte über heftigen Durchfall und Magenkrämpfe bei Kunden nach dem Restaurantbesuch stark belastet. Cyclospora ist ein mikroskopisch kleiner Parasit, der Magen-Darm-Erkrankungen verursachen kann und häufig über kontaminiertes Gemüse übertragen wird.

Die auf mexikanische Gerichte spezialisierte Kette betonte, sie habe den Salat des Lieferanten Taylor Farms innerhalb von 72 Stunden aus dem Sortiment genommen. Dies geschah, nachdem die Gesundheitsbehörden das Unternehmen über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Erzeugnis und dem Ausbruch informiert hatten. Taco Bell reagierte damit vergleichsweise schnell auf die Warnung der Behörden.

Umsatzrückgang und Erholung

Die flächenbereinigten Umsätze von Taco Bell gingen im laufenden Quartal von Mitte Juni bis zum 27. Juli um 2 Prozent zurück. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Flächenbereinigte Umsätze – im Fachjargon auch „Same-Store-Sales" genannt – gelten als wichtiger Indikator für die operative Stärke einer Restaurantkette, da sie das Wachstum bestehender Standorte ohne Neueröffnungen messen.

Den Tiefpunkt erreichten die Verkaufszahlen am Wochenende des 18. Juli. Seitdem haben sich die Umsätze laut dem Mutterkonzern Yum Brands wieder erholt. Yum Brands ist als Muttergesellschaft von Taco Bell an der New Yorker Börse notiert und verzeichnete zuletzt einen Kursanstieg von rund 4,10 Prozent.

Taco Bell in Deutschland kaum bekannt – aber global bedeutsam

Für deutsche Verbraucher ist Taco Bell als Marke weniger präsent als in den USA, wo die Kette zu den bekanntesten Fast-Food-Anbietern zählt. Als Teil des Yum-Brands-Konzerns – zu dem auch KFC und Pizza Hut gehören – ist Taco Bell jedoch ein global relevanter Akteur im Gastronomiesektor. Für Anleger, die in Yum Brands investiert sind oder dies erwägen, sind solche Vorfälle und die anschließende Erholung der Umsatzzahlen daher von direkter Bedeutung.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie schnell ein Lebensmittelsicherheitsvorfall das Vertrauen der Verbraucher erschüttern kann – und welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen müssen, um den Schaden zu begrenzen. Die Kombination aus schnellem Handeln beim Lieferantenwechsel und gezielten Rabattaktionen ist eine klassische Krisenreaktionsstrategie im Lebensmitteleinzelhandel und der Gastronomie. Ob diese Strategie langfristig greift, werden die kommenden Quartalszahlen von Yum Brands zeigen.

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