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Systemair übertrifft Umsatzziele, aber Gewinn enttäuscht im Q4

Der schwedische Lüftungstechnikhersteller Systemair glänzt mit 10% organischem Wachstum, doch Restrukturierungskosten belasten das operative Ergebnis.

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Systemair übertrifft Umsatzziele, aber Gewinn enttäuscht im Q4

Der schwedische Lüftungstechnikhersteller Systemair hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres (Februar bis April) beim Umsatz positiv überrascht. Der Nettoumsatz stieg um 9,1% auf SEK 3,28 Milliarden, verglichen mit SEK 3 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf das Unternehmen den Analystenkonsens von SEK 3,03 Milliarden um beachtliche 8,2%.

Das organische Wachstum belief sich auf 9,6% – ein deutlicher Sprung gegenüber den mageren 0,5%, die im Vorjahreszeitraum verzeichnet wurden. CEO Robert Larsson bezeichnete das Quartal als „ein Zeichen der Stärke angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der unsicheren Weltlage" und ergänzte, die Margenverbesserung sei „ein Beweis dafür, dass sich unser gezieltes Verbesserungsprogramm auszahlt".

Restrukturierungskosten belasten das operative Ergebnis

Trotz des starken Umsatzwachstums verfehlte das ausgewiesene operative Ergebnis die Erwartungen. Mit SEK 251 Millionen lag es um 4,6% unter dem Analystenkonsens von SEK 263 Millionen. Belastet wurde das Ergebnis durch Restrukturierungskosten in Deutschland in Höhe von SEK 22,9 Millionen sowie eine Wertminderung von SEK 17,5 Millionen auf eine Finanzforderung im Zusammenhang mit einer früher verkauften Konzerngesellschaft.

Das bereinigte operative Ergebnis zeichnet hingegen ein deutlich positiveres Bild: Es stieg im Jahresvergleich um 12,3% auf SEK 292 Millionen und übertraf den Konsens von SEK 263 Millionen um 11%. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich auf 8,9%, nach 8,7% im Vorjahr. Die Differenz von SEK 41 Millionen zwischen dem ausgewiesenen und dem bereinigten Ergebnis spiegelt Einmalaufwendungen wider, die das Management aus den bereinigten Zahlen ausgeklammert hat.

Der Nettogewinn entwickelte sich erfreulich: Er verdoppelte sich nahezu auf SEK 173 Millionen, verglichen mit SEK 105 Millionen im Vorjahreszeitraum. Weniger positiv fiel hingegen der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit aus, der von SEK 381 Millionen auf SEK 199 Millionen sank – laut Unternehmen bedingt durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Dividende unter Analystenschätzungen

Der Vorstand schlug eine Dividende von SEK 1,45 pro Aktie vor. Das entspricht zwar einer Steigerung von 7,4% gegenüber dem Vorjahreswert von SEK 1,35, liegt jedoch um 4,6% unter der Konsensschätzung der Analysten von SEK 1,52 pro Aktie.

Regional betrachtet war das Wachstumsbild im Quartal breit aufgestellt. Osteuropa und die GUS führten mit einem organischen Umsatzplus von 19% das Ranking an. Nordamerika folgte mit 17,1%, während die Region Naher Osten, Asien, Australien und Afrika ein Plus von 10,6% verzeichnete. Westeuropa erzielte ein organisches Wachstum von 9%. Einziger Schwachpunkt war die nordische Region mit einem organischen Rückgang von 0,3%, was laut Bericht den schwachen Wohnungsbau in Norwegen und einen verhaltenen gewerblichen Markt in Dänemark widerspiegelt.

Gesamtjahr: Solides Wachstum und verbesserte Margen

Für das gesamte Geschäftsjahr, das am 30. April endete, stieg der Nettoumsatz um 1,6% von SEK 12,30 Milliarden auf SEK 12,50 Milliarden. Das organische Wachstum für das Gesamtjahr lag bei 6,1%. Das bereinigte operative Ergebnis erreichte SEK 1,17 Milliarden bei einer Marge von 9,4%, nach SEK 1,13 Milliarden und einer Marge von 9,1% im Vorjahr. Systemair zeigt damit trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds eine kontinuierliche Verbesserung der Profitabilität.

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