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Syriens Regierung prüft neue Energiekooperationen

Gespräche mit Chevron und Partnern über Öl- und Gaserkundung an den Küsten

Syriens Regierung prüft neue Energiekooperationen

Syriens Präsident Ahmed al-Sharaa hat sich mit Delegationen des US-Energieunternehmens Chevron und der Syrian Petroleum Company zu Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich der Öl- und Gaserkundung an den syrischen Küsten getroffen. Nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur standen Kooperationsmöglichkeiten in verschiedenen Explorationsfeldern im Mittelpunkt des Austauschs. Weitere Einzelheiten zu den Inhalten der Gespräche wurden nicht genannt. Chevron äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Treffen.

An den Gesprächen nahmen auch Vertreter des katarischen Unternehmens UCC Holding teil. Das Unternehmen hatte kürzlich ein internationales Konsortium angeführt, das eine Absichtserklärung zur Entwicklung bedeutender Stromerzeugungsprojekte unterzeichnete. Das geplante Investitionsvolumen beläuft sich auf rund sieben Milliarden US-Dollar. Die Präsenz von UCC-Vertretern bei dem Treffen wird im Zusammenhang mit den jüngsten Initiativen gesehen, ausländische Investitionen in die syrische Energieinfrastruktur zu unterstützen.

Syrien verfügt infolge seines seit 14 Jahren andauernden Bürgerkriegs nur noch über einen Bruchteil der einst vorhandenen Energieproduktion. Die Zerstörung wesentlicher Teile der Infrastruktur hat zu erheblichen Engpässen geführt, die das Land über Jahre hinweg begleitet haben. In den vergangenen Monaten hat sich die Stromversorgung jedoch spürbar verbessert. Dazu trugen vermehrte Gaslieferungen aus Aserbaidschan und Katar bei, die die Energieengpässe teilweise abfedern konnten. Die Regierung in Damaskus hat angekündigt, die Bereitstellung von Strom weiter auszubauen und zusätzliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Versorgung zu ergreifen.

Vor Beginn des Konflikts verfügte Syrien über deutlich höhere Kapazitäten in der Gasproduktion. Die inländische Förderung lag 2011 bei 8,7 Milliarden Kubikmetern, ist jedoch bis 2023 auf rund drei Milliarden Kubikmeter zurückgegangen. Die wirtschaftlichen und strukturellen Folgen des Krieges haben diesen Rückgang maßgeblich beeinflusst. Die Gespräche mit internationalen Unternehmen werden vor diesem Hintergrund als Teil der Bemühungen gesehen, neue Potenziale im Energie- und Rohstoffsektor zu erschließen und langfristige Perspektiven für den Wiederaufbau zu schaffen.

Die staatliche Nachrichtenagentur betonte, dass die Beratungen zwischen den beteiligten Unternehmen und Regierungsvertretern fortgeführt werden sollen. Konkrete Vereinbarungen oder Zeitpläne wurden jedoch nicht veröffentlicht. Beobachter verweisen darauf, dass sowohl die geopolitische Lage als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bei möglichen Projekten eine zentrale Rolle spielen.

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