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Swiggy reduziert Verluste dank boomender Quick-Commerce-Sparte Instamart

Indische Lieferplattform profitiert von starkem Wachstum im Schnellliefergeschäft trotz intensivem Wettbewerb.

Swiggy reduziert Verluste dank boomender Quick-Commerce-Sparte Instamart

Die indische Lieferplattform Swiggy hat ihre Verluste im dritten Quartal leicht reduziert. Das Unternehmen meldete für das Quartal bis Ende Dezember einen konsolidierten Verlust von 10,65 Milliarden Rupien (115,8 Millionen US-Dollar), verglichen mit 10,92 Milliarden Rupien im Vorquartal. Haupttreiber der verbesserten Entwicklung war das stark wachsende Quick-Commerce-Geschäft Instamart, das Produkte innerhalb von Minuten an Kunden ausliefert.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um beachtliche 54 Prozent auf 61,48 Milliarden Rupien. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei die Quick-Commerce-Sparte mit einem Umsatzplus von 76 Prozent. Allerdings liegen die Verluste weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau von 7,99 Milliarden Rupien, was die hohen Investitionen in das expandierende Geschäftsmodell widerspiegelt.

Swiggy zeigt sich zuversichtlich, im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 den Deckungsbeitrags-Break-even zu erreichen – jenen Punkt, an dem die Einnahmen pro Bestellung die direkten Erfüllungskosten decken. Die Deckungsbeitragsmarge im Quick-Commerce-Geschäft verbesserte sich bereits sequenziell um 9 Basispunkte auf minus 2,5 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge von Instamart kletterte um 65 Basispunkte auf minus 11,4 Prozent.

Aggressive Expansion trotz intensivem Wettbewerb

Die Verbesserung der Margen gelang Swiggy vor allem durch eine höhere Netzwerkdichte. Das Unternehmen eröffnete im dritten Quartal 34 neue "Dark Stores" – kompakte Lagerhäuser in dicht besiedelten Stadtvierteln – und betreibt nun insgesamt 1.136 solcher Standorte. Die höhere Anzahl an Filialen in Schlüsselmärkten senkte die Kosten pro Bestellung spürbar.

Der indische Quick-Commerce-Markt, der alles von Milchprodukten bis zu Mobiltelefonen innerhalb weniger Minuten liefert, zieht derzeit hohe Investitionen an. Neben Swiggy wetteifern die Konkurrenten Blinkit (gehört zu Zomato) und Zepto um Marktanteile. Der intensive Wettbewerb erfolgt über hohe Rabatte, subventionierte Lieferungen und schnelle Lagererweiterungen.

Dieser Preiskampf setzt die Rentabilität der gesamten Branche unter Druck. Auch der Mutterkonzern von Blinkit, Zomato, kämpft mit ausgeweiteten Verlusten. Swiggy hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass die absoluten Verluste allmählich zurückgehen würden – ein Versprechen, das das Unternehmen mit den aktuellen Quartalszahlen zumindest teilweise einlösen konnte.

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