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Sumitomo Chemical zieht sich aus Aluminiumhandel zurück

Strategische Neuausrichtung fokussiert auf Halbleiter, Biowissenschaften und hochwertige Aluminiumprodukte

Sumitomo Chemical zieht sich aus Aluminiumhandel zurück

Sumitomo Chemical hat bekanntgegeben, seine 2,97-prozentige Beteiligung an Nippon Amazon Aluminium, einem brasilianischen Aluminiumhersteller, an YKK AP zu verkaufen. Gleichzeitig beendet das japanische Unternehmen den Handel mit importierten Aluminiumblöcken. Als Grund für diesen Schritt nannte Sumitomo Chemical die stark schwankende Rentabilität aufgrund internationaler Marktbedingungen. Die Produktion von hochreinem Aluminium und Aluminiumoxid am Standort Ehime im Westen Japans wird jedoch fortgeführt. Das Unternehmen plant, diesen Geschäftsbereich auszubauen, insbesondere in Sektoren mit höherem Mehrwert wie der Halbleiter- und der Biowissenschaftsbranche.

Bereits im Laufe des Jahres hatte Sumitomo Chemical seine Anteile an anderen Aluminiumproduzenten verkauft. Dazu gehörten ein 20,64-prozentiger Anteil an New Zealand Aluminium Smelters sowie ein 2,46-prozentiger Anteil an Boyne Smelters in Australien. Beide Verkäufe erfolgten an Rio Tinto. Auch Mitsubishi Corp, ein weiteres japanisches Unternehmen, hat seine Beteiligung von 11,65 Prozent an Boyne Smelters an Rio Tinto veräußert.

Die zunehmenden Rückzüge japanischer Unternehmen aus dem Aluminiumsektor haben die Dynamik zwischen globalen Lieferanten und japanischen Abnehmern verändert. Marubeni, ein weiteres großes japanisches Handelshaus, prognostizierte, dass dies im kommenden Jahr zu höheren Prämien auf dem japanischen Markt führen wird. Diese Prämien sind ein wichtiger Richtwert in Asien, da Japan ein bedeutender Importeur von Aluminium ist. In den jüngsten Verhandlungen über Lieferungen für das erste Quartal des nächsten Jahres einigten sich einige japanische Käufer darauf, einem internationalen Produzenten eine Prämie von 228 US-Dollar pro Tonne zu zahlen, was einem Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Vorquartal entspricht und den höchsten Wert seit 2015 darstellt.

Die japanischen Unternehmen haben in der Vergangenheit durch Investitionen in ausländische Aluminiumwerke und Konzessionen eine stabile Versorgung mit dem Metall sichergestellt. Allerdings sind die Aluminiumimporte Japans aufgrund rückläufiger Nachfrage im Inland zuletzt auf historisch niedrige Werte gesunken. Dieser Trend unterstreicht die Veränderungen in der globalen Aluminiumindustrie und die strategische Neuausrichtung japanischer Unternehmen wie Sumitomo Chemical auf wertschöpfungsintensivere Geschäftsfelder.

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