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Südkoreanischer Won fällt auf schwächsten Stand seit 2009

Ausländische Investoren verkaufen massiv koreanische Aktien – der Won führt die Abwärtsbewegung asiatischer Währungen an.

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Südkoreanischer Won fällt auf schwächsten Stand seit 2009

Der südkoreanische Won steht unter massivem Druck. Die Währung rutschte am Mittwoch auf bis zu 1.559,10 Won pro US-Dollar – und nähert sich damit dem schwächsten Niveau seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2009. Im vergangenen Monat hatte der Won bereits ein Tief von 1.562,20 markiert, ein Stand, der zuletzt im März 2009 verzeichnet worden war.

Mit dieser Entwicklung führt der Won die Abwärtsbewegung asiatischer Währungen an. Hintergrund ist die anhaltende Stärke des US-Dollars, die Währungen in der gesamten Region unter Druck setzt. Für deutsche Anleger mit Engagements in Schwellenländern Asiens ist diese Entwicklung ein wichtiges Signal.

Massiver Kapitalabfluss aus dem Kospi

Besonders auffällig ist das Verhalten ausländischer Investoren am koreanischen Aktienmarkt. Am Mittwoch verkauften sie netto Aktien im Wert von 1,46 Billionen Won – umgerechnet rund 938 Millionen US-Dollar – aus dem Kospi-Index. Dies markierte bereits den achten Tag in Folge mit Kapitalabflüssen aus dem südkoreanischen Leitindex.

Eine solche Serie von acht aufeinanderfolgenden Verkaufstagen durch ausländische Investoren ist ein deutliches Zeichen für schwindendes Vertrauen in den koreanischen Markt. Der Kospi ist der wichtigste Aktienindex Südkoreas und umfasst die größten börsennotierten Unternehmen des Landes, darunter Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix.

Historischer Kontext: Rückkehr auf Finanzkrisenniveau

Der Vergleich mit dem Jahr 2009 verdeutlicht die Schwere der aktuellen Währungsschwäche. Damals befand sich die Weltwirtschaft im Griff der globalen Finanzkrise, die durch den Zusammenbruch des US-amerikanischen Immobilienmarktes ausgelöst worden war. Dass der Won nun wieder ähnliche Niveaus erreicht, unterstreicht den erheblichen Abwertungsdruck, dem die koreanische Währung derzeit ausgesetzt ist.

Für Südkorea als exportorientierte Volkswirtschaft hat ein schwacher Won eine ambivalente Wirkung: Einerseits verbilligt er koreanische Exportgüter auf dem Weltmarkt und kann so Unternehmen wie Automobilherstellern oder Halbleiterproduzenten zugutekommen. Andererseits verteuert er Importe und kann die Inflation anheizen – ein Dilemma, mit dem die südkoreanische Zentralbank umgehen muss.

Die Kombination aus einem starken US-Dollar, anhaltenden Kapitalabflüssen und der Annäherung an historische Tiefststände macht die aktuelle Lage des Won zu einem der auffälligsten Entwicklungen an den asiatischen Devisenmärkten. Anleger und Marktbeobachter werden die weitere Entwicklung genau im Blick behalten.

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