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Südkorea will mit neuem Gesetz an Kryptoguthaben von Steuerhinterziehern

Mit dem Schritt könnte das Land Bitcoin-Guthaben beschlagnahmen.

Südkorea will mit neuem Gesetz an Kryptoguthaben von Steuerhinterziehern

Am 26. Juli kündigte das südkoreanische Finanzministerium an, dass es die Regeln für die Steuerhinterziehung von Kryptowährungsinvestoren und Großverdienern verschärfen werde. Auf diese Weise sollen neue Einnahmen erzielt werden, um die steigenden Sozialausgaben zu decken. Ab dem nächsten Jahr will die Regierung die Steuergesetze überarbeiten, so dass die Steuerbehörden in Krypto-Besitztümer von Steuerhinterziehern eindringen können, selbst wenn deren Kryptowährungen in einer digitalen Geldbörse gespeichert sind. Nach den derzeitigen Gesetzen ist es für die Behörden schwierig, virtuelles Vermögen, das in digitalen Geldbörsen gehalten wird, zu beschlagnahmen. Diejenigen, die über Börsen erhältlich sind, können jedoch beschlagnahmt werden, um überfällige Steuern zu zahlen.  Die Verfolgung von Steuerhinterziehern ist Teil der umfassenderen Prüfung Südkoreas, die Überwachung der Kryptomärkte zu verschärfen, um Geldwäsche zu verhindern. Und andere Finanzverbrechen, die Kryptowährungen nutzen, da Präsident Moon Jae die Steuerbasis erweitern will, um die Sozialausgaben zu erhöhen. Die Regierung hat die Steuern von Großverdienern erhöht, um sicherzustellen, dass wohlhabende Bürger die Verantwortung für die steigenden Kosten einer alternden Bevölkerung tragen. Außerdem ist Südkorea laut 2020 die am schnellsten alternde Nation der Welt mit der niedrigsten Geburtenrate. Dieser Vorschlag ist eine der Säulen der einmal im Jahr stattfindenden Überprüfung des Steuersystems durch die Regierung, die insgesamt 16 Steuergesetze ändern will. Nach Angaben des Ministeriums werden die Änderungen bis 2026 zu einem Rückgang der Steuereinnahmen um mindestens 1,5 Billionen Won führen, da die steuerliche Entwicklung und die Forschung in den Bereichen Batterien, Halbleiter und Impfstoffe die zu erwartenden Mehreinnahmen von Spitzenverdienern mehr als ausgleichen.   Der südkoreanische Finanzminister Hong Nam-ki sagte, dass 1,5 Billionen Won nicht als steuerneutral definiert werden könnten, da es sich um einen nicht allzu großen Betrag handele, der bei der Überarbeitung der Steuergesetze eine wichtige Rolle spiele.  Außerdem schlug die Regierung vor, die Steuervergünstigungen für Unternehmen, die außerhalb der Hauptstadt Seoul einstellen, erheblich auszuweiten und die Unternehmenssteuern für Firmen, die Produktionskapazitäten verlagern, zu senken. Ferner heißt es in der Erklärung, dass das Ministerium dem Parlament bis zum 3. September die Steuerüberprüfung vorlegen wird, da das Programm von den Gesetzgebern genehmigt werden muss, um durchsetzbar zu sein.

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