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Südafrika will Elektroauto-Förderung auf Batteriemineralien ausweiten

Johannesburg plant, Lithium, Kobalt und Seltene Erden in staatliche Automobilanreize aufzunehmen und so die E-Fahrzeug-Produktion zu stärken.

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Südafrika will Elektroauto-Förderung auf Batteriemineralien ausweiten

Südafrika will sein bewährtes Förderprogramm für die Automobilindustrie grundlegend erweitern. Die Regierung plant, Mineralien wie Lithium, Kobalt, Graphit und Seltene Erden in die Liste der förderfähigen Standardmaterialien aufzunehmen – Rohstoffe, die für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge unverzichtbar sind.

Die International Trade Administration Commission (Itac) gab in einer Regierungsmitteilung bekannt, dass sie die bestehende Materialliste entsprechend ergänzen will. Bislang umfasst diese Liste Vorprodukte wie Aluminium, Stahl und Metalle der Platingruppe, enthält jedoch keine für die Batterieproduktion kritischen Mineralien. Diese Lücke soll nun geschlossen werden.

Reaktion auf den globalen Wandel zur Elektromobilität

Der Hintergrund dieser Initiative ist die laufende Überprüfung der südafrikanischen Automobilpolitik. Die Regierung reagiert damit auf mehrere gleichzeitige Herausforderungen: den globalen Wandel hin zu Elektro- und Hybridfahrzeugen, verschärfte Emissionsvorschriften sowie wachsenden Wettbewerb durch günstige Importfahrzeuge – insbesondere aus China und Indien.

Konkret sollen folgende Materialien neu in das Förderprogramm aufgenommen werden:

  • Seltene Erden
  • Eisen
  • Lithium
  • Graphit
  • Kupfer
  • Kobalt

Damit diese Materialien für das Programm anerkannt werden, müssen sie aus der Zollunion des Südlichen Afrikas (SACU) oder aus Ländern der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrikas (SADC) bezogen werden. Die Hälfte ihres Wertes würde dabei als lokale Wertschöpfung angerechnet – eine wichtige Voraussetzung, um sich für Produktionsanreize zu qualifizieren.

Ziel: 1,4 Millionen Fahrzeuge pro Jahr bis 2035

Die geplanten Anpassungen sollen das Förderprogramm mit dem „South African Automotive Master Plan 2035" in Einklang bringen. Dieser ambitionierte Masterplan verfolgt das Ziel, die jährliche Fahrzeugproduktion auf rund 1,4 Millionen Einheiten zu steigern, die lokale Wertschöpfung zu vertiefen und den Übergang zur Elektromobilität aktiv zu unterstützen.

Das südafrikanische Automobilprogramm stützt die Branche bereits heute auf mehreren Ebenen: Es bietet Zollrabatte und -rückerstattungen, produktionsbezogene Anreize, Investitionsförderung sowie eine volumenbasierte Zulage, die Hersteller für die Produktion großer Stückzahlen im Land belohnt.

Für deutsche Anleger und Unternehmen ist diese Entwicklung besonders relevant: Südafrika verfügt über bedeutende Vorkommen an Platingruppenmetallen und anderen für die Elektromobilität wichtigen Rohstoffen. Eine stärkere Einbindung dieser Ressourcen in lokale Lieferketten könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Landes als Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge erheblich steigern – und damit auch Auswirkungen auf globale Rohstoff- und Automobillieferketten haben.

Die Öffentlichkeit hat nun vier Wochen Zeit, zu den vorgeschlagenen Änderungen Stellung zu nehmen, bevor die Überarbeitungen finalisiert werden.

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