Stryker nach Cyberangriff: Aufträge und Produktion massiv gestört
Ein Hackerangriff legt beim US-Medizintechnikkonzern Stryker zentrale Betriebsprozesse lahm – mit weltweiten Folgen.

Der amerikanische Medizintechnikhersteller Stryker kämpft nach einem schwerwiegenden Cyberangriff mit erheblichen Betriebsstörungen. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag beeinträchtigt der Angriff die Fähigkeit des Unternehmens, Aufträge zu bearbeiten, Produkte herzustellen und an Kunden auszuliefern. Stryker hatte den Vorfall erstmals am 11. März öffentlich gemacht.
Das Unternehmen berichtete von einer weltweiten Störung seiner Microsoft-Umgebung. Patientenbezogene Dienstleistungen und vernetzte Medizinprodukte seien nach aktuellem Stand nicht betroffen, erklärte Stryker. Das volle Ausmaß der Schäden sowie die finanziellen Folgen seien jedoch noch nicht absehbar.
Iranische Hackergruppe bekennt sich zum Angriff
Verantwortung für den Angriff übernahm die Hackergruppe Handala, die dem Iran nahestehen soll. Die Gruppe bezeichnete den Cyberangriff als Vergeltungsmaßnahme für einen Angriff auf eine Mädchenschule in Minab im Süden des Irans. Laut dem iranischen UN-Botschafter in Genf, Ali Bahreini, seien dabei schätzungsweise 150 Schülerinnen getötet worden – Reuters konnte diese Angabe nicht unabhängig verifizieren.
Stryker ist ein global aufgestellter Konzern mit rund 56.000 Mitarbeitern und Aktivitäten in 61 Ländern. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Implantaten, chirurgischen Instrumenten und medizinischen Geräten. Für Krankenhäuser und Kliniken, die auf Stryker-Produkte angewiesen sind, könnten die Lieferverzögerungen spürbare Konsequenzen haben.
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Zur AktienanalyseDie Untersuchungen des Vorfalls dauern nach Unternehmensangaben noch an. Stryker äußerte sich bislang nicht dazu, ob Kundendaten oder sensible Unternehmensinformationen kompromittiert wurden. Anleger und Geschäftspartner dürften die weiteren Entwicklungen genau beobachten.


