Stryker: Iranische Hackergruppe Handala greift Medizintechnikkonzern an
Ein Cyberangriff am 11. März traf den US-Medizintechnikkonzern Stryker und störte Fertigung sowie Auftragsabwicklung erheblich.

Der Medizintechnikkonzern Stryker wurde am 11. März Opfer eines gezielten Cyberangriffs, der den Geschäftsbetrieb des Unternehmens spürbar beeinträchtigte. Betroffen waren die Auftragsabwicklung, die Fertigung sowie der Versand von Produkten. Das Unternehmen mit 56.000 Mitarbeitern und Präsenz in 61 Ländern koordiniert die Untersuchung des Vorfalls gemeinsam mit Behörden und externen Cybersicherheitsexperten.
Noch am Tag des Angriffs bekannte sich die irannahe Hackergruppe Handala zu der Attacke. Als Motiv nannte die Gruppe eine Vergeltungsmaßnahme für einen Schlag gegen eine Mädchenschule im südiranischen Minab. Handala ist eine politisch motivierte Hackergruppe, die in der Vergangenheit bereits mehrfach westliche Unternehmen ins Visier genommen hat.
Ausmaß des Angriffs
Nach Angaben von Stryker-Mitarbeitern waren Windows-Geräte betroffen, die mit den internen Computerplattformen des Unternehmens verbunden sind – darunter Mobiltelefone, Laptops und andere Remote-Geräte. Das Betriebssystem von Microsoft diente offenbar als Einfallstor für die Attacke. Stryker stellte klar, dass patientennahe Dienstleistungen und vernetzte Medizinprodukte zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt wurden.
Zu den finanziellen Auswirkungen des Angriffs äußerte sich das Unternehmen bislang nicht. Für Anleger und Geschäftspartner bleibt damit unklar, in welchem Umfang Umsatzeinbußen oder zusätzliche Kosten durch den Vorfall entstanden sind. Cyberangriffe auf Medizintechnikunternehmen gelten als besonders sensibel, da sie neben wirtschaftlichen Schäden auch die Patientenversorgung gefährden können.
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Zur AktienanalyseStryker gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Medizintechnik und orthopädischen Implantaten. Der Konzern ist unter anderem für seine Produkte im Bereich Gelenkersatz, chirurgische Instrumente und Notfallausrüstung bekannt. Der Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl von Cyberangriffen auf internationale Industrieunternehmen ein, die von staatlich unterstützten oder politisch motivierten Akteuren durchgeführt werden.


