Strom- und Gaspreise in Grundversorgung sinken
Verbraucher können im Dezember und Januar mit Preissenkungen von bis zu 15 Prozent rechnen, jedoch drohen auch Erhöhungen

In Deutschland stehen Verbraucher in der Grundversorgung vor einer bedeutenden Veränderung: Die Strom- und Gaspreise werden in den Monaten Dezember und Januar sinken. Diese Entwicklung kommt vielen Haushalten zugute, insbesondere in der aktuellen energiepolitischen Lage. Laut dem Vergleichsportal Verivox haben bislang 83 Versorger Strompreissenkungen angekündigt, die im Durchschnitt eine Ersparnis von zwölf Prozent für die Haushalte bedeuten. Trotzdem gibt es auch fünf Versorger, die Preiserhöhungen von durchschnittlich zwei Prozent planen.
Interessanterweise liegt der künftige Durchschnittspreis in der örtlichen Grundversorgung bei etwa 46 Cent je Kilowattstunde, was immer noch über der Strompreisbremse von 40 Cent liegt. Diese Bremse soll laut Bundesregierung bis Ende April 2024 verlängert werden, wobei noch die Zustimmung des Bundestages und der Europäischen Kommission aussteht.
Für Verbraucher, die in der Grundversorgung bleiben, könnte es dennoch ratsam sein, zu alternativen Tarifen zu wechseln. Laut Verivox ist Strom in alternativen Tarifen bereits ab 27 Cent je Kilowattstunde erhältlich.
Ähnlich ist die Situation bei Erdgas. Hier wurden für Dezember und Januar 99 Preissenkungen in der Grundversorgung angekündigt, die im Durchschnitt 15 Prozent betragen. Allerdings gab es auch hier vereinzelte Preiserhöhungen. Der künftige Gaspreis in der Grundversorgung liegt bei 14 Cent je Kilowattstunde, was ebenfalls über der Gaspreisbremse von zwölf Cent liegt. Auch bei Gas könnten alternative Tarife günstiger sein, da Gas dort schon ab 8,5 Cent je Kilowattstunde angeboten wird.
Allerdings könnten die Kosten für Gas zum Jahreswechsel steigen, wenn die Mehrwertsteuer auf Gas wieder auf 19 Prozent angehoben wird. Dies würde die jährlichen Kosten für einen Musterhaushalt um 264 Euro erhöhen, was die Einsparungen durch eine verlängerte Gaspreisbremse deutlich übersteigt.
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Zur AktienanalyseAuch bei Strom müssen Verbraucher mit höheren Kosten rechnen, da die Netzentgelte voraussichtlich um elf Prozent steigen werden. Diese Erhöhung reflektiert die hohen Kosten für den Ausbau des deutschen Energienetzes. Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet dies eine jährliche Mehrbelastung von 47 Euro.
Zusammenfassend bringen die sinkenden Preise in der Grundversorgung eine gewisse Entlastung, doch die bevorstehenden Steuererhöhungen und die steigenden Netzentgelte könnten diese Vorteile schnell zunichtemachen.


