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Strategy verkauft Bitcoin: Citi sieht keine fundamentale Trendwende

Der minimale Bitcoin-Verkauf von Strategy sorgte für Aufruhr – Citi-Analysten beruhigen jedoch und sehen die Grundlagen intakt.

Strategy verkauft Bitcoin: Citi sieht keine fundamentale Trendwende

Der geringfügige Bitcoin-Verkauf von Strategy hat in der vergangenen Woche die Kryptomärkte aufgeschreckt. Doch laut der US-Großbank Citi ändert der Schritt nichts an den fundamentalen Rahmenbedingungen für die weltweit größte Kryptowährung.

Strategy, das von Michael Saylor geführte Softwareunternehmen, das sich zu einem Bitcoin-Treasury-Vehikel gewandelt hat, verkaufte zwischen dem 26. Mai und dem 31. Mai insgesamt 32 Bitcoin für rund 2,5 Millionen US-Dollar. Es war erst das zweite Mal überhaupt, dass das Unternehmen Bitcoin veräußerte – ein Schritt, der angesichts Saylors langjährigem „Niemals verkaufen"-Ansatz besonders auffiel.

Das Unternehmen hatte zuvor signalisiert, seine Bilanz künftig aktiver zu verwalten. Dazu gehört ausdrücklich auch der Verkauf von Bitcoin, sofern dies die Kennzahlen pro Aktie verbessert oder die Finanzlage des Unternehmens stärkt.

Citi: Reaktion des Marktes überproportional

Für Citi kam der Schritt nicht überraschend. Die Aktienanalysten der Bank hatten bereits nach der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals von Strategy darauf hingewiesen, dass das Unternehmen eine verstärkte Portfolio-Optimierung anstrebe – einschließlich des Verkaufs von steuerlich nachteiligen Bitcoin-Beständen.

„Die Ankündigung eines geringfügigen Verkaufs aus den Beständen digitaler Vermögenswerte hat aus unserer Sicht eine überproportionale Auswirkung auf BTC gehabt, ändert jedoch nichts an den fundamentalen Rahmenbedingungen", so die Citi-Analysten. Die Bank betont zudem, dass Verkäufe durch Unternehmen mit Beständen an digitalen Vermögenswerten generell kein bedeutender negativer Treiber für den Bitcoin-Preis sein dürften, da solche Zu- und Abflüsse dazu neigen, sich im Einklang mit den ETF-Flüssen zu bewegen.

Citi hält daran fest, dass die Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETFs) weiterhin der Haupttreiber für den Kursanstieg von Bitcoin sind. Diese machen laut der Bank etwa 45 Prozent der wöchentlichen Renditevariation aus und stellen das beste Echtzeit-Maß für die Akzeptanz durch neue Investoren dar.

Gedämpfte Stimmung und schwächere ETF-Flüsse

In dieser Hinsicht ist das aktuelle Bild jedoch weniger ermutigend: Die jüngsten ETF-Flüsse sind ins Negative gedreht. Citi geht davon aus, dass die Marktstimmung vorerst verhalten bleiben dürfte.

„Wir erwarten, dass die Stimmung verhalten bleibt, insbesondere da die Divergenz zur Performance von Aktien deutlich ausgeprägt ist, sofern keine positiven Nachrichten von regulatorischer Seite oder Befürchtungen hinsichtlich eines ‚De-Basement-Trades' aufgrund der Haushaltslage aufkommen", erklärten die Analysten.

Ein wichtiger Beobachtungspunkt bleibt der Fortschritt eines US-Gesetzentwurfs zur Marktstruktur, den Citi als potenziellen Katalysator für neues Anlegerinteresse betrachtet. Die Chancen auf eine Verabschiedung in diesem Jahr beziffert die Bank auf rund 50 Prozent – mit sinkender Tendenz.

„Die sinkenden Chancen auf eine Verabschiedung und die enttäuschende Kursentwicklung im Vergleich zu Aktien verringern die Dringlichkeit für neue Investoren und deren Berater, was das potenzielle Aufwärtspotenzial beeinträchtigt", so die Analysten.

Fairer Wert über aktuellem Kursniveau

Das aktivitätsbasierte Modell von Citi schätzt den fairen Wert für Bitcoin in einer Spanne von 76.800 bis 82.500 US-Dollar – und damit über dem aktuellen Handelsniveau. Dies deutet darauf hin, dass die Bank Bitcoin trotz der gedämpften Stimmung nicht als fundamental überbewertet ansieht.

Für Ethereum erklärten die Analysten, dass die Akzeptanz weiterhin der kritischste Faktor sei. Dabei seien Stablecoins und Tokenisierungsaktivitäten – und ob diese auf dem Ethereum-Netzwerk aufbauen – die entscheidenden Variablen, die es zu beobachten gelte.

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