Strategische Ölkäufe stabilisieren den Weltmarkt
USA und China füllen Reserven auf – OPEC+ erhöht Förderung schrittweise bis Juli

Die USA und China kaufen derzeit in großem Umfang Öl zur Auffüllung ihrer strategischen Reserven. Diese Maßnahmen dürften mögliche weltweite Überschüsse am Ölmarkt ausgleichen und dadurch für stabile Preise sorgen. Davon geht Alexander Dyukov aus, Vorstandsvorsitzender des russischen Ölkonzerns Gazprom Neft. Er äußerte sich dazu am Freitag auf einem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg.
Nach Angaben Dyukovs verfolgt die neue US-Regierung das Ziel, ihre strategischen Reserven möglichst schnell wieder aufzufüllen. Der aktuelle Bestand liege bei rund 400 Millionen Barrel – das entspreche weniger als 20 Tagen Verbrauch. Die Gesamtkapazität der Lagerstätten in den Vereinigten Staaten betrage über 700 Millionen Barrel. Auch China habe angekündigt, den für dieses Jahr vorgesehenen Aufbau seiner strategischen Kraftstoffreserven zu beschleunigen.
Die Organisation OPEC+, zu der unter anderem Russland und weitere Förderländer gehören, hatte zuvor beschlossen, die im vergangenen Jahr freiwillig eingeführten Produktionskürzungen schrittweise wieder zurückzunehmen. Für die Monate April bis Juli sind monatliche Fördersteigerungen vereinbart. Im Juli wollen sich die Mitglieder der Allianz erneut treffen, um über die Fördermengen für August zu entscheiden.
Dyukov zeigte sich überzeugt, dass das zusätzliche Angebot der OPEC+-Länder in den kommenden Monaten nicht zu einer Überversorgung des Marktes führen werde. Auch auf die Preisentwicklung werde dies voraussichtlich keine spürbaren Auswirkungen haben. Die anhaltenden Käufe für strategische Reserven in den Vereinigten Staaten und China wirkten dem potenziellen Überangebot entgegen.
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Zur AktienanalyseGazprom Neft ist die Öltochter des russischen Energiekonzerns Gazprom. Das Unternehmen zählt zu den größten Produzenten von Erdöl in Russland. Die Aussagen Dyukovs erfolgten vor dem Hintergrund eines unsicheren globalen Energiemarkts, der nach wie vor von geopolitischen Spannungen, Nachfrageentwicklungen und strategischen Entscheidungen großer Wirtschaftsmächte geprägt ist.


