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Straße von Hormus: Ölpreis-Schock bei Iran-Blockade

Eine Schließung der Straße von Hormus würde laut Kepler Cheuvreux einen dramatischen Schock für die globalen Ölmärkte auslösen. Täglich passieren 13,8 Millionen Barrel Rohöl die strategisch wichtige Meerenge.

Straße von Hormus: Ölpreis-Schock bei Iran-Blockade

Die Investmentbank Kepler Cheuvreux warnt vor massiven Auswirkungen auf die globalen Ölmärkte, sollte der Iran die Straße von Hormus blockieren. Analyst Axel Styrman betont zwar, dass das Risiko gering bleibe, die Konsequenzen im Ernstfall jedoch schwerwiegend wären.

Strategische Bedeutung der Meerenge

Durch die Straße von Hormus fließen täglich etwa 35 Prozent des weltweiten Rohölhandels – das entspricht rund 13,8 Millionen Barrel pro Tag. Diese enormen Volumina können nicht über alternative Routen umgeleitet werden, was die strategische Bedeutung der Meerenge unterstreicht.

Irans aktuelle Ölexporte

Derzeit exportiert der Iran etwa 1,6 Millionen Barrel pro Tag, was 4,1 Prozent des globalen Rohölhandels ausmacht. Rund 90 Prozent dieser Lieferungen gehen nach China. Bei einem Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnten diese Lieferungen unterbrochen werden.

Saudi-Arabien als möglicher Ausgleich

Kepler Cheuvreux sieht theoretisch die Möglichkeit, dass Saudi-Arabien durch erhöhte Produktion und Exporte die iranischen Ausfälle kompensieren könnte. Das Unternehmen hält dieses Szenario jedoch für unwahrscheinlich und geht davon aus, dass jede Unterbrechung nur von kurzer Dauer sein wird.

Wirtschaftliche Interessen beider Seiten

Der Analyst weist darauf hin, dass jedes Regime im Iran auf Einnahmen aus Ölverkäufen angewiesen ist. Gleichzeitig habe US-Präsident Trump kein Interesse an steigenden Ölpreisen. Diese wirtschaftlichen Zwänge auf beiden Seiten sprechen gegen eine Eskalation.

Blockade-Szenario: Dramatische Folgen

Eine tatsächliche Blockierung der Straße von Hormus würde eine chaotische Situation schaffen, in der ein großer Teil der globalen Tankerflotte stillgelegt werden müsste. Kepler Cheuvreux bezeichnet dieses Szenario zwar als unwahrscheinlich, aber als dramatisch für Ölpreis und Tankermarkt.

Realistischeres Szenario: Höhere Versicherungskosten

Wahrscheinlicher als eine komplette Blockade ist laut Kepler Cheuvreux, dass die Exporte bei einem Konflikt weiterlaufen, die Reeder jedoch mit deutlich höheren Kriegsrisiko-Versicherungsprämien konfrontiert werden. Diese zusätzlichen Kosten würden voraussichtlich an die Charterer weitergegeben – ein Muster, das bereits während des Iran-Irak-Krieges zu beobachten war.

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