ANZEIGE

Straße von Hormus bleibt geschlossen: Energiekrise verschärft sich in Asien

Die Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus schwindet – mit gravierenden Folgen für die globale Energieversorgung.

•• 3 Min
Straße von Hormus bleibt geschlossen: Energiekrise verschärft sich in Asien

Die Straße von Hormus bleibt trotz gegenteiliger Behauptungen von US-Präsident Donald Trump geschlossen. Der Rohölmarkt schwankt zwischen kurzlebigem Optimismus und harter Realität – mit dramatischen Preisausschlägen und einer sich zuspitzenden Versorgungskrise, vor allem in Asien.

Am 17. April postete Trump in den sozialen Medien, die Wasserstraße sei „vollständig geöffnet und bereit für die volle Durchfahrt". Die Reaktion der Märkte war unmittelbar: Brent-Rohöl-Futures fielen an diesem Tag um 9,1 Prozent auf 90,38 US-Dollar pro Barrel. Doch bereits im frühen asiatischen Handel am darauffolgenden Montag sprangen die Preise um 6,9 Prozent auf 96,59 US-Dollar zurück – als klar wurde, dass die Meerenge weiterhin geschlossen war.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) halten die Meerenge trotz Trumps Aussagen geschlossen. Hintergrund ist die Entscheidung der US-Regierung, eine Seeblockade der iranischen Häfen aufrechtzuerhalten. Teile der iranischen Regierung hatten Trumps Behauptung zunächst gestützt, doch der Optimismus erwies sich als kurzlebig.

Papiermarkt vs. physische Realität

Während Rohöl-Futures weitgehend auf Basis des täglichen Nachrichtenflusses und eines grundlegenden Optimismus gehandelt werden, zeichnet der Markt für physisches Öl und raffinierte Produkte ein weit düstereres Bild. Besonders deutlich zeigt sich dies an den Preisen am Handelsknotenpunkt Singapur.

Kerosin schloss am 17. April bei 204,13 US-Dollar pro Barrel – mehr als das Doppelte des Schlussstandes von 93,45 US-Dollar am 27. Februar, dem Tag vor Kriegsbeginn. Gasöl, der Grundstoff für Diesel, notierte am 17. April bei 145,27 US-Dollar pro Barrel, was einem Anstieg von 59 Prozent seit Konfliktbeginn entspricht, wenngleich es unter dem Rekordwert von 199,89 US-Dollar vom 30. März liegt.

Vor dem Konflikt transportierte die Straße von Hormus bis zu 20 Prozent des weltweiten Angebots an Rohöl und raffinierten Produkten. Rund 80 Prozent dieser Lieferungen waren für Asien bestimmt – eine Region, die nun mit massiven Versorgungsengpässen konfrontiert ist.

Asiens Rohölimporte brechen dramatisch ein

Die Zahlen des Rohstoffanalyseunternehmens Kpler verdeutlichen das Ausmaß der Krise. Asiens Rohölimporte auf dem Seeweg werden für April auf 20,62 Millionen Barrel pro Tag (bpd) geschätzt – ein Rückgang gegenüber 22,36 Millionen bpd im März. Zum Vergleich: In den drei Monaten vor den Angriffen auf den Iran lag der Durchschnitt noch bei 26,76 Millionen bpd.

Besonders stark betroffen sind wichtige Raffineriestandorte in der Region:

Singapur

: Rohölimporte für April prognostiziert auf 388.000 bpd, nach 715.000 bpd im März und 980.000 bpd im Januar -

Südkorea

: Schätzung für April bei 1,68 Millionen bpd, nach 2,24 Millionen bpd im März und 2,74 Millionen bpd im Januar -

Japan

: Erwartete Importe für April bei 921.000 bpd, nach 1,63 Millionen bpd im März und 2,16 Millionen bpd im Januar

Einzig Indien stemmt sich gegen den Trend. Die April-Importe werden auf 4,67 Millionen bpd geschätzt, ein Anstieg gegenüber 4,45 Millionen bpd im März. Indien konnte sich russisches Öl sichern, um den Verlust von Mengen aus dem Nahen Osten auszugleichen – im April trafen 1,64 Millionen bpd russisches Öl ein, nach 1,06 Millionen bpd im Februar.

Schlimmster Teil der Krise steht noch bevor

Analysten warnen, dass der Versorgungsengpass seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Da die Rohöllieferungen nach Asien stark zurückgehen, dürften Raffinerien in den kommenden Wochen ihre Kapazitäten drosseln müssen. Erst wenn das Angebot an raffinierten Produkten stärker eingeschränkt wird, werden die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts vollständig spürbar.

Für den Papierölmarkt stellt sich damit eine entscheidende Frage: Wie lange kann er die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende aufrechterhalten, wenn die Realität vor Ort in die entgegengesetzte Richtung zu steuern scheint? Offene Fragen bleiben auch, wer im Iran tatsächlich die Kontrolle hat und ob die beteiligten Akteure überhaupt bereit sind, mit einer US-Regierung zu verhandeln, die in der Vergangenheit bereits Abkommen aufgekündigt hat.

Straße Von HormusRohöl FuturesEnergiekrise AsienBrent Rohöl PreisIran Konflikt ÖlÖlversorgung AsienKerosin Preis Singapur

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.